Mit diesem Film hat Billy Tang wieder einmal einen handfesten CAT III - Schocker abgeliefert. Der Film wurde in einer düsteren Neonlicht - Atmosphäre gefilmt und kommt ohne einen Funken Humor aus. Die Tatsache dass
sich Tang ein Behindertenheim als Ort des grausigen Geschehens ausgesucht hat, trägt zusätzlich zur Härte bei.
Der Psychopath wird von Ben Ngai-Cheung hervorragend gemimt, und kommt für mich teilweise noch irrer und überzeugender rüber als Anthony Wong in dem berüchtigten " The Untold Story ". Nicht nur Ben Ngai - Cheung fällt als Akteur auf, sondern auch die anderen Darsteller verkörpern ihre Rolle wirklich gut.
Der Film ist keinesfalls ein billiger CAT III - Sicko wie es sie schon zu genüge gibt, sondern kann durchaus als harter Thriller überzeugen. Zugegebenermaßen ist die Story nichts besonderes und recht einfach gestrickt, doch teilweise kommen richtig emotionale Momente auf, die man in anderen CAT III - Filmen vergeblich sucht. Diese Phasen des Films, in Verbindung mit den herben Rape-Szenen und der kalten Atmosphäre machen ihn zwar keineswegs zu einem Meisterwerk, aber doch zu einem kleinen Highlight in dem sonst so Schund - und Schmuddelgeplagten Asienkino der härteren Art.
Abschliessend kann man sagen dass " Red to kill " ein kranker, böser und kühl inszenierter Streifen ist, den ich jeden Fan des etwas "anspruchsvolleren" Category III - Kinos wärmstens empfehlen kann.
8/10