Es reicht! Wirklich!
Langsam will man wirklich keine „Scream“-ähnlichen Billig-Surrogate namens Teenieslasher mehr sehen, denn was hier so angeschwemmt wird, ist wirklich nicht mehr nur langweilig oder ärgerlich, es wird zur Zumutung.
Einer dieser Sargnägel ist „Do you wanna know a secret?“ und während wir schon alle „NEIN!“ schreien, die Ohren verstopfen und „lalalalala“ sagen, rollt ein weiteres hirntotes Produkt vom Stapel, daß die zweifelhafte Ehre besitzt, im TV ausgestrahlt zu werden, bevor sich meine Videothek zur Anschaffung bequemte.
Das Endprodukt, ein schwarzes Loch von einem Stück Zelluloidexkrement, dreht sich um ein Grüppchen Abschlußteenies, die an Spring Break nach Florida brettern, um dort einen deftigen Cocktail aus der Flasche zu mixen, auf’n Rave zu gehen und sich anzupissen, verbal gesehen.
Ja, das ist ein bemerkenswertes Beispiel für unsere sechs Helden, die nichts unversucht lassen, sich eigentlich gegenseitig niederzumachen, während sie im Pool schippern oder „Buh!“ machend durchs Haus zu laufen. Wir haben wie üblich: ein blondes Hackfresschen (interessanterweise sieht die weder niedlich noch hübsch aus, sondern hat einen Kiefer wie eine Baggerschaufel), ein sportiver Freund, ein weiterer Kandidat mit PC-Spielfilmmel (Egoshooter macht potentielle Killer!), einen Quotenschwarzen, eine blonde Schlampe und eine Latinoschlampe (vielleicht sinds auch Nutten, je nach Anspruch).
Zwischendurch macht sich ein dauerquarzender FBI-Agent verdächtig, aber wer an diesem Schrott nichts für voll nimmt, ahnt schon, daß das erste Opfer, der auf seinem Boot anscheinend nach Kampf niedergeschlagen wird (man sieht ihn allerdings wieder aufwachen) und dessen T-Shirt später im Hafen dümpelt, mitnichten tot ist. Höhö, wie raffiniert, seine Leiche nicht auftauchen zu lassen und ihn schon vorher als milden Psychopathen abzustempeln.
Nicht, daß uns das irgendwie interessieren würde, denn den Großteil des Films hetzen sich die Bratzen mit blöden Witzen durchs Haus, unterhalten sich über die passenste Orgasmusquote und sehen billig aus. Nebenbei geht noch ein Kuttenkiller um, der eine Maske trägt, die ihn wie die Riesenversion von George Lucas niedlichen Schrottsammlern aussehen läßt. Der metzelt dann mal auf die Schnelle einen Nervtöter und die Schlampen weg (erst passiert eine Stunde nix und dann zwei Morde in 10 Sekunden) und bringt später auch noch den scheinbar als Helden abonnierten Sportivling um seinen Kopf, meuchelt einen dummen Bullen und auch noch seine Eltern, obwohl dieses Insert bis zur Schlußszene der Erklärung harrt.
Und wat is dat dolle „Secret“? Er ist unsterblich in Baggerschaufel verknallt! Tolle Wurst!
Witzigerweise überlebt mal der Quotenschwarze (warum der nicht gemeuchelt wird, trotz mehrmaliger Gelegenheit, bleibt das wahre „Secret“) aber sonst gibt nicht mal der Showdown den Mindeststandard wieder
Ergo: der Film ist hohl, doof und leer und was zu sehen ist, kennt man von überall her besser. Den Oscar für Einfallslosigkeit gibt’s für den Rave, wo natürlich der Maskenmann kurz in der Menge zu sehen ist. Nein? – Doch! – Ooooh!
Und stellvertretend für die Gesamtqualität die hinreißend sinnlose Szene, in der sich der Killer am Ende den Unterarm mit dem Messer aufschlitzt. Erstens sieht man das Gummi, in das er schneidet und zweitens fängt es fünf Zentimeter unterhalb der Einschnittstelle an zu bluten, weil das Messer (aus dem das Blut kommt) natürlich schon ganz woanders ist. Hier hat sogar die Klinge Ladehemmung und deswegen wecken wir diesen imbezilen Scheiß auch ganz flott ein. „Dark Summer“? Nach diesem Streifen bestimmt! (1/10)