Der Legende nach überlebte der Apostel Paulus im Jahre 60 auf wunderbare Weise einen Schiffbruch vor der Küste Maltas. Er missionierte die Einwohner Maltas zu Christen und bekam als Dank von den Einwohnern die wertvolle Schlangenkrone überreicht. Im Jahre 2008 hat der Großmeister der Tempelritter den Auftrag, die Krone an den maltesischen Ritterorden zu überreichen. Katrine, Matthias, Nis und Fie begleiten Katrines Vater nach Malta, aber schon kurz nach der Ankunft ist klar, daß es mal wieder keine ruhigen und langweiligen Ferien für die vier Freunde werden, denn die Krone fällt in die falschen Hände und Matthias wird entführt und soll bei einem Ritual geopfert werden.
Der dritte Teil der dänischen Enid Blyton Verfilmung führt die vier Racker nach Malta, wo die alte Schlangenkrone zum hiesigen Malteserorden überführt werden soll (so ca. zweitausend Jahre zu spät, aber immerhin). Die wichtigsten Darsteller sind alle wieder mit dabei, wie in den vorigen beiden Teilen. Natürlich sind die Kiddies ein wenig älter geworden und ähnlich wie im Vorgänger bereits angedeutet, spielt das Thema Liebe und Beziehung eine immer stärkere Rolle. Hier ist es wieder ein etwas kompliziertes Geflecht, Katrine ist verknallt in Matthias, Nis in Katrine und Matthias läßt sich mit der lokalen Elena ein, die sich im späteren Verlauf als Verräterin entpuppt.
Dummerweise wird die übergebene Krone recht schnell wieder geklaut, Matthias von ein paar Mümmelgreisen in weißen Gewändern entführt um zu einer Zeremonie als Menschenopfer dargebracht zu werden. Also müssen sich die drei verbliebenen durch die maltesische Geschichte arbeiten um den verlorenen Kameraden wieder zu retten. Der Film hat dabei durchaus nebenbei noch einen Bildungsauftrag, es wird viel über die Geschichte des Landes und dessen Historie vermittelt, ohne den Abenteuercharakter durch Lehrermentalität zu unterbrechen.
Gedreht wurde die ganze Geschichte an Originalschauplätzen auf der Mittelmeerinsel. Der Ablauf hält sich nah an den Abenteuern der fünf Freunde, es gibt sogar relativ viele Actionpassagen, wie die Flucht durch die mittelalterlichen Gassen oder den unterirdischen Katakomben. Für die Allerkleinsten dürfte die Story fast schon zu gruselig sein, ansonsten bieten die Tempelritterfilme gute Familienunterhaltung, an denen auch die Erwachsenen gut unterhalten werden. Für die Jüngeren ist die Sache sogar recht spannende Abenteuerunterhaltung. Mir hats ganz gut gefallen.
6/10