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Er ist einer der größten Stars der US-Erfolgsshow "Saturday Night Life". Zusammen mit seinem Comedy-Partner Will Ferrell stellte er bereits vor einiger Zeit mit "A Night at the Roxbury" eine extra abgefahrene und zum Brüllen komische Comedy auf die Beine, die selbst beim X-ten Mal zuschauen noch Spaß macht! Chris Kattan! Nun bekommt der Zappelphillip mit "Mr. Undervover" seinen ersten ganz eigenen Spielfilm zugesagt. Und der Film ist genau das, was Kattan-Fans wollen. Eine 80 minütige One-Man-Show im typischen Kattan-Stil.

Storymäßig gibt es, erwartungsgemäß, natürlich nicht all zu viel tolles oder gar innovatives zu berichten. Es gibt eine, vom FBI in die Enge getriebenem Mafiafamilie, welche nun die Beweise gegen die Familie aus der Welt schaffen möchte und deshalb den unscheinbaren und trotteligen jüngsten Sohn des "Paten" beim FBI einschleust. Das dabei natürlich alles schief geht, was nur so schief gehen kann, dürfte dabei keine Überraschung sein. Vieles ist vorhersehbar, vieles unlogisch, nur Weniges zeugt von wirklichem Können im Drehbuch. So ist es halt nun mal, bei den meisten Filmen dieser Art!

Insgesamt gesehen ist der Streifen deshalb eigentlich, wie schon erwähnt, auch nur als eine One-Man-Show zu bewerten, bei der es nur um Kattan, seine Rolle Corky und die damit verbunden Jokes geht. Und wer Kattan kennt, der weiss, was das für Blödsinn ist. Ständig zappelt der fast schon hyperaktive Schauspieler durchs Bild, macht Sachen kaputt oder reißt dämliche Sprüche. Ab und an gibt es auch mal einen Pupser-Witz. Dabei hält Kattan aber immer genügend Abstand zu vulgären Gags und geht kaum unter die Gürtellinie. Und vielleicht deshalb kann man dann doch über die Meisten seiner Albernheiten zumindest schmunzeln. Die wirklich hohe Gag-Dichte seines Roxbury-Films kann er allerdings nie erreichen, aber da fehlt schließlich auch Ferrell, der ja mindestens genauso viel zum Gelingen der Jokes beigeführt hat. Richtige Brüller gibt es hier nur selten. Aber wenn Corky, durch einen Unfall, voll auf Droge ist und er danach in einer Kindergartengruppe ein Interview durchführen soll, dann kann man doch schon mal aus vollem Halse lachen.

Beeindruckend ist zudem die Tatsache, dass man selbst die kleinsten Rollen mit, teils, großen Berühmtheiten besetzen konnte. Vor allem Peter Falk glänz als "Pate", auch wenn er insgesamt eher unterfordert bleibt. Chris Kattan bringt seinen durchgeknallten Quassel-Charakter natürlich optimal rüber und bleibt sich und seinem Comedy-Stil treu.

Fazit: Abgedrehte und insgesamt ganz amüsante 08/15-Comedy, die allerdings nur echten Kattan-Fans gefallen dürfte. Alle anderen können mit seinem ewigen Gezapple und seinen, teil wirklich heftigen, Albernheiten sicher nur wenig anfangen und sich höchstens an einem höchst schauspielfreudigem, wenn auch unterforderten, Peter Falk als Mafia-Boss erfreuen. Ich persönlich kann über Kattan allerdings schon lachen und somit gehört für mich auch "Mr. Undercover" in die Kategorie "Anschauen, amüsieren und vergessen"!

Wertung: 6/10

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