Die nymphomane Fotografin Jennifer hat nicht nur eine Klitoris, sondern sieben, und gebiert nach dem Beischlaf, den ihre Partner zumeist nicht überleben, spontan missgebildete Mutanten-Babies, die sie anschließend im Müll entsorgt. Der junge Batz hat einen siebzig Zentimeter langen Riesen-Dödel, der ihm das Leben zur Hölle macht, weil er über ein eigenes Bewusstsein verfügt und permanent mit Tranquilizern und Tier-Anabolika ruhig gestellt werden muss. Für jeden Topf gibt's einen Deckel. Siebzehn Jahre nach seinem letzten Film, dem '91er "Basket Case 3 - Die Brut", meldet sich Frank Henenlotter mit einer grotesken Horror-Komödie aus der Versenkung zurück, die zumindest formal und von der Attitüde her an seine früheren Arbeiten anknüpfen kann, sprich: das Erscheinungsbild ist durch die Bank low budget, der Inhalt ist high concept, und so etwas wie guter Geschmack ist weit und breit nicht auszumachen. So könnte dann also auch im Grunde genommen alles prima sein... nur leider will die Chose zu keinem Zeitpunkt auch nur im Ansatz zünden, denn "Bad Biology" sieht sich zum einen längst nicht so grob an, wie er sich auf zwei kurze Sätze runtergebrochen liest, zum anderen hat es über das irrwitzige Konzept hinaus leider nicht wirklich für irgendwelche weiteren Gags oder zündende Witze gelangt. Das größte Problem des Streifens ist jedoch, dass er schlichtweg nichts von Belang zu sagen hat. Henenlotters lang anhaltender Ruhm in Genre-Kreisen gründet sich im Prinzip nur auf drei der fünf Filme, die er vor diesem hier gemacht hat, und das mögen billige Schrott-Produktionen gewesen sein, aber hinter der schotterigen Optik und den Do-it-yourself-Effekten hat entweder ein 1A-Horrorstreifen ("Basket Case - Der unheimliche Zwilling"), 'ne treffende Allegorie ("Elmer") oder eine gelungene Genre-Persiflage ("Frankenhooker") gesteckt. "Bad Biology" ist nichts davon, und lotet auch das thematische Potential seines Stoffes nicht aus. Der ist höchstens ein bisschen weird um der eigenen weirdness Willen. Und das reicht nicht.
4/10