Ehepaar kauft nach einer Fehlgeburt Grundstück auf dem Lande, direkt neben einer alten Hexenhütte. Frau wird wieder schwanger. Beunruhigende Dinge geschehen. 'Nuff said!
Mehr braucht es eigentlich gar nicht, um einen Film wie "Conjurer" zu definieren, ein Low-Budget-Projekt für die Milchschnitte zwischendurch, wenn man es nicht gar so graphisch mag oder eben nicht dauerhaft alles einpfeift, was nach Grusel und Horror riecht. Für den gut situierten Filmfreund ist dieses Knusperhäuschen allerdings so aufregend wie Flusen im Bauchnabel, wer es spannend mag, darf sich über weite Strecken erbaulicher Langeweile erfreuen.
Das soll jetzt nicht heißen, daß wir es mit einem enorm schlechten Film zu tun haben, sondern nur mit einer eher abgenutzten und sehr vorausberechenbaren Story. Natürlich ist an alten Legenden immer was dran, natürlich geht der Geist der "Hexe" um und natürlich will "sie" das werdende neue Kind. Grund genug für den Ehemann, also wie der wilde Watz durch die Gegend zu laufen und Informationshäppchen und Aussagen zu diesem Thema zu sammeln, bis er zum gleichen Schluß kommt, wie der kundige Fan nach etwa 30 Minuten.
"Conjurer" verschont den Zuschauer mit Blut, sondern setzt auf Irritation und Mystery, hier mal ein Tierkadaver, dort ein paar Zähne und Blutegel und natürlich der eiternde dicke Daumen des Protagonisten und das war es schon. Blut macht zwar Filme manchmal besser, in diesem Fall kann man aber drauf verzichten, wirksam ist allerdings eigentlich nur ein solider Schockeffekt, ansonsten bewegt sich der Film auf bewährtem - und abgenutztem - Terrain. Geredet wird wie immer zuviel, nur eben wie zumeist über das Falsche, die Kommunikation zwischen den Eheleuten krankt so lange zwischen Geheimhaltung und Verstörung, bis man im entscheidenden Augenblick eben nicht mehr miteinander reden kann und der einzig namhafte Darsteller, John Schneider, talkt dann als Bruder der Ehefrau die letzten Lücken zu, obwohl wir doch alle wissen, worauf das Ende hinauslaufen wird.
Schöne Bilder aus der Natur, aber leider kein ausgeprägtes Talent für Spannung oder Suspense wäre Clint Hutchison zu bescheinigen, der hier nur Stangenware produziert, die vorzugsweise von Ehepaaren als schlechtes Beispiel gemeinsam genossen werden kann. Wie gesagt: streckenweise öde 3/10, für die Untergrenze zu kompetent, aber wie wir ja wissen, sind die 1/10-Filme sowieso sehenswerter als alles im Mittelfeld.