Kann bitte endlich mal jemand Jalal Merhi vom Regiestuhl zerren? Als kampferprobter Darsteller war er einst in Filmen wie „Talons of the Eagle“ oder „TC 2000“ wirklich zu gebrauchen, als Filmemacher taugt er hingegen kaum, zumal seine Klitsche Film One bis dato nichts wirklich Sehenswertes hervorgebracht hat.
„Dead End“ war eine seiner ersten Regiearbeiten, die scheinbar ohne das minimal erforderliche Budget gedreht wurde und David Bradley („American Ninja 3: Blood Hunt“, „American Samurai“) gemeinsam mit „Expect to Die“ davon überzeugte, sich schleunigst aus dem Business zurückzuziehen. Das uncharismatische Martial Arts – Ass war schon immer eine schauspielerische Talentwüste, darf in diesem Film aber nicht einmal seine Kampfsportfähigkeiten zeigen.
Als Cleaner Alex, also ein Mann fürs Grobe im Auftrag von Verbrecherorganisationen, verdient er sich eine Mark nebenher und macht allen vor, er wäre eigentlich Schuhverkäufer. Dies glaubt auch sein Bruder Tony (Bard Milne, „Tiger Claws II“, „Expect to Die“), ein überzeugter Umweltaktivist, der einem gewissenlosen Wissenschaftler auf die Finger klopfen will, der Testergebnisse gefälscht hat, um einen ziemlich lukrativen Regierungsauftrag zur Entschärfung gefährlicher Chemiewaffen zu erhalten. Als der gutgläubige Bengel sich mit einer Horde ihm unbekannter, militanter Typen zusammentut, die angeblich im Dienste der guten Sache kämpfen und in das Haus des Professors einrückt, um Beweismaterial sicher zu stellen, wird er eines Besseren belehrt. Seine vermeintlichen Kumpane sind Terroristen, die die Waffen in ihre Gewalt bringen wollen. Gut, dass Alex mitgekommen ist...
Die sehr günstige Inszenierung, die billige Villa-Location und die Abwesenheit attraktiver Actionszenen lassen „Dead End“ schnell zu einer Zuschauertortur verkommen, die man nur noch mit viel Geduld erträgt. Denn so sehr weit bewegt man sich hier nicht mehr vom totalen Independent-Niveau. Der Ablauf ist von Anfang bis Ende durchschaubar, die Einfälle des Drehbuchs sind sehr klischeehaft bis peinlich und auch schauspielerisch ist dieser Film eine Katastrophe. David Bradley fällt bezeichnenderweise zwischen den ganzen Knallchargen nicht einmal besonders auf. Traurig auch, wie tief der Deutsche Throsten Nickel gesunken ist. Als Bad Guy in „Thunderbolt“ dürfte er auch auf mehr gehofft haben...
Unfreiwillig komische Dialoge, ganz schlechte Tricks (die tolle Autoexplosion zum Schluss...) und blöde Handlungsfetzen nerven ziemlich schnell, so dass man durchaus der Verführung der Fernbedienung erliegt, anstatt die Tortur in vollen Zügen zu genießen. Ganz peinlich sind allerdings die improvisierten Computer-Eingaben oder das nervige Blag. Da actionmäßig leider auch überhaupt gar nichts abgeht, bisweilen die Stuntleute nicht einmal zu Boden fallen dürfen und der Film ansonsten nicht mal kuriose Szenen auffährt, liegt zwischendurch ein sanftes Nickerchen im Bereich des Möglichen.
Fazit:
Ganz mieser B-Actioner von Jalal Merhi mit David Bradley, dem es in jeder Beziehung an allen Qualitäten mangelt. Unterirdische Regie, schwaches Drehbuch und genauso katastrophale Schauspieler. Der Rotstift war hier offensichtlich Programm. So etwas gibt man sich kein zweites Mal.