Review

Ein Crossover zweier Genres kann amüsant und interessant sein. Copperhead ist nicht nur Schlangen- sondern auch Kassengift für die Filmindustrie und wird von mir mit 3 Punkten bewertet. Natürlich ist die ganze Angelegenheit nicht ernst – und dies sollte man unbedingt vor dem Ansehen wissen. Es gibt typische Westernelemente (Morricone-ähnliche Musik, Western-Charaktere von der Stange). Diese visuellen Elemente sind in ihrer Präsentation auf kargem Nährboden. Die schlichten Sets wurden zu einer unterdurchschnittlichen Westernkulisse zusammengeschustert. Die Dialoge sind teilweise unterirdisch schlecht und nicht mal mit Bier zu ertragen („Kein schlechter Schuss, Jungchen!“ „Deiner aber auch nicht, Alterchen!“). Ich kann nicht beurteilen, ob das englische Original auch solch krampfiges Gekalauere beinhaltet. Die Horrorelemente schneiden noch gravierend dämlicher ab als die Wild West-Parts. Scheinbar hat der knappe Gast-Starauftritt von Billy Drago alles Geld verschlungen, und es war nicht mehr genug Kohle für akzeptable Computeranimationen drin. Anders kann ich mir diesen Dilettantismus nicht erklären. Im Spucknapf des Saloons bleibt ein mehr lächerliches als lustiges Genrewerk kleben, das man nur betrunken witzig finden kann. Aber warum sollte ich mich betrinken, nur um einen Film gut zu finden?

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