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Ihr, die ihr hier eintretet, lasst alle Hoffnung fahren! Ana Romero findet auf einer Website, die sich Gorehouse nennt, ein Video, das die Ermordung ihrer Tochter zeigt. Ohnehin aller Hoffnung beraubt, hat sie im Leben kein anderes Ziel mehr als den Mörder ihres Kindes zu finden. Ihre Suche führt sie in eine Welt des Verdorbenen und Verkommenen. Sie trifft auf Menschen, die jenseits aller Normalität stehen. Mit ihnen wird sie in eine verlassene Fabrik eingeladen, um Zeuge eines Bloodletting, der Folterung und Ermordung eines unschuldigen Menschen, zu werden. Doch die Fabrik ist in Wahrheit die Hölle auf Erden, in der die Verderbten, die sich hier am menschlichen Leid ergötzen wollen, selbst peinvoll sterben sollen. Wer hier eintritt, ist des Todes. Die Hölle wartet schon!

Der Covertext klingt mal wieder viel dramatischer, als es der Film je gekonnt hätte. Mittlerweile muß ich auch sagen das ich von der Torture Porn Welle allmählich genug habe und Death Factory ist da auch nichts weiter als das nächste Billigprodukt aus dem Independant Sektor, der kaum etwas bietet, was bereits in Hostel nicht schon gezeigt wurde. Die singuläre Location ist hier ebenfalls eine heruntergekommene Fabrikhalle (nur eben nicht in der Slowakei) in dem eine Best-of-Versammlung diverser Psychonulpen und SM-Fetischisten sich an den Schmerzen diverser Opfer erfreuen.
Veranstaltet wird das alles von einer Internetseite, die hier so illustre Gäste wie Nazis, Pädophile oder Dominas zusammengetrommelt hat, um mal wieder den Folterapparat anzuwerfen und ein Ehrengast mit Metallzähnen und Freddie Kruger Gedächtnis Klauen auf ein junges Mädel hetzt. Man muß aber gleich dazu sagen, das einfach alles hier einen billigen Look (also im Sinne von Minimalbudget) hat und sich auch die ganz harten Eingeweidefreunde kaum in den Mental-Orgasmus schunkeln dürften. Death Factory ist da einfach ein Vertreter aus der Mehr-vom-gleichen Fraktion. Qualitativer Horror ist für mich einfach etwas anderes.
3/12

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