Eine Handvoll Lacher und zum Abspann eine ordentliche Portion Applaus. So sah die Reaktion zu Gregg Bishops neuem Streifen auf dem 2008er Fantasy Filmfest aus. Zu Recht !
Ausgerechnet zur Prom Night (Abschlussball) der örtlichen Highschool erheben sich die Toten aus ihren Gräbern. Es sind die eher unbeliebten Kids des Science Fiction Clubs die das als erstes bemerken und im Kampf gegen die Zombies zu den Helden des Abends aufsteigen...
Bishops erster abendfüllender Spielfilm the other side (2006) hat mir auch schon sehr gut gefallen. Dance of the dead ist aus dem gleichen Holz geschnitzt. Obwohl deutlich aufwändiger produziert, spürt man auch hier noch den Charme der Semi-Professionalität.
Bishop erweckt erneut ein paar symphatische und skurille Charaktere zum Leben und schickt seine Kids nicht bloß als Kanonenfutter in die Zombieschlacht.
Auch wenn das Drehbuch aus Zombiefilm-Versatzstücken besteht, die wir schon x-mal gesehen haben; der symphatische Highschool Mikrokosmos wertet die wenig originelle story ungemein auf. Bishop stellt zu Beginn ein paar Zusammenhänge zwischen den Figuren oder ihre Eigenarten heraus, auf die im weiteren Verlauf erneut Bezug genommen wird. Alles greift wunderbar ineinander und wirkt wie aus einem Guss. Jede Filmminute wird mit Leben gefüllt. Schnörkellos und mit viel Witz und Esprit begleitet der Zuschauer die kleine Looser-Clique ins blutige Finale. Respekt hierfür ! Leider wirkt ausgerechnet der Held der Geschichte Jimmy (Jared Kusnitz) ein wenig gelangweilt und unbeteiligt. Hier hätte man beim Casting auf etwas mehr Charisma achten müssen. Zum Glück reißen`s die anderen Figuren wieder raus.
Den Zombies geht es mit Baseballschlägern, Schaufeln und Axt an den Kragen und entsprechend blutig fallen die Effekte aus. Insgesamt atmet die Action den Geist der 80er Jahre. Auf CGI Spielereien wird weitestgehend verzichtet. Ich fühlte mich am ehesten an Return of the living dead 1+2 erinnert. Einziges Zugeständnis an veränderte Sehgewohnheiten: Die Zombies dürfen rennen und müssen nicht mehr nur behäbig schlurfen. Bei einer offiziellen deutschen Veröffentlichung müsste man eigentlich mit "FSK ab 18" auskommen, weil Dance of the dead insgesamt eher als Komödie angelegt ist. Zu albern wird es glücklicherweise aber auch nicht.
Fazit:
Eine filmische 80er Jahre Party ! Ansehen !
08/10 Punkte