Review

Was haben wir denn hier? Dance of the Dead, eine Mischung aus Zombiefilm und Teeniekomödie?
Naja Klingt zunächst mal gar nicht so schlecht, hätte man nur etwas talentiertere Schauspieler genommen, die zum Gotterbarmen dämlichen Dialoge weggelassen und wären die Effekte bzw. das Make Up nicht Produkt eines Bastellnachmittags aus dem Kindergarten, hätte es durchaus etwas werden können.
Aber kommen wir erstmal zur Story, auch wenn diese nicht der Rede wert ist.
In einer Kleinstadt erwachen plötzlich durch die Giftabfälle eines Atomkraftwerkes die Toten zum Leben und versuchen ihren Heißhunger auf menschliches Fleisch zu stillen.
Zur gleichen Zeit ist auch der Highschoolabschlussball, auf dem sich natürlich alle Bewohner der Stadt einfinden. Eine kleine Gruppe Teenies, die aus verschiedenen Gründen nicht anwesend ist, bekämpft auf den Straßen die Untoten und beschließen die Zombies daran zu hindern den Abschlussball zum Festschmaus zu machen.
Ist zwar nicht besonders einfallsreich, aber man hätte in jedem Fall mehr draus machen können.
Mir war zwar von vorneherein klar, dass die Klasse eines „Shaun of the Dead“ nicht erreicht werden wird, aber ein bisschen mehr Einfallsreichtum hatte ich schon erwartet.
Zum einen wirken die Gags und die Charaktere zu albern und zum anderen ist der Film nicht kurzweilig genug, zumindest wenn man nüchtern ist. ;)
Die geringe Laufzeit von nur 78 Minuten erscheint einem deutlich länger und die Gags wollen bis auf ein paar Ausnahmen nicht zünden.
Doch was mich am meisten gestört hat, waren die abgrundtief miesen Effekte und die einfach lächerlich aussehenden Zombies, welche aussehen, als hätte man die Darsteller allesamt mit dem Gesicht in eine Matschgrube geworfen und ihnen anschließend einen Pott mit Fingerfarbe über den Kopf geschüttet.
Also wer auch immer für das Make Up zuständig war: Beim nächsten Mal lieber die Masken bei Karstadt in der Karnevalsabteilung kaufen!!
Doch nun zum Wichtigsten eines jeden Zombiefilms und sei er noch so schlecht. Na was meine ich wohl? Natürlich, die „SPLATTEREFFEKTE“. Ich möchte diese jetzt gar nicht mit Adjektiven wie „misslungen“, „unprofessionell“ oder einfach nur „beschissen“ beschreiben, nein, ich sage es mal so: Wenn ich mit einer Motorsäge bewaffnet durch die Schaufenster eines größeren Modegeschäftes renne, die dortigen Puppen zersäge und anschließend auf eine Tube Ketchup springe, sieht das bei weitem besser aus.
Ein weiterer Höhepunkt sind die höchst intelligenten und in Sachen Rhetorik alles in den Schatten stellenden Dialoge.
Wenn es z.B. heißt: „Die Scheiße ist keine Scheiße, irgendwas stimmt nicht mit der Scheiße“, würde selbst Goethe im Grab vor Neid erblassen und all seine Werke nochmals überdenken.
Doch man kann auch eine menge lernen aus „Dance of the Dead“. Gegen Zombies hilft nämlich Rockmusik.
Ja der Einfall, dass eine Rockband, denen der Auftritt am Schulball leider untersagt wurde, als einzige Fans die Zombies für sich begeistern kann und diese mit ihrer Musik ruhig stellen, ist ja schön und gut, aber wie das hier wieder realisiert wurde ist leider gar nicht lustig.
Die Szenen um die Rockband, bestehend aus einem Billy Idol Verschnitt, einem dauerbekifften möchte gern Gangster mit Zahnspange und einem Liedsänger, der aussieht als hätten sich die Kaulitz Brüder aus Tokio Hotel vermehrt, sind einfach misslungen. Doch positiv ist, auch wenn sich die Fans der Gruppe nur im Hinblick auf das Alter derer von Tokio Hotel unterscheiden, so spielen sie doch eindeutig die bessere Musik. ;)
Allzu viel kann ich zu diesem Machwerk nun nicht mehr sagen.
Ich war zwar ziemlich enttäuscht, da ich aufgrund der ja für so einen Film recht guten Bewertung in der OFDB einiges mehr erhofft habe, muss aber zugeben dass ich schon deutlich schlechtere Filme gesehen habe und mich auch nicht zu sehr gelangweilt habe.


Fazit: Also fassen wir mal zusammen, wir haben durchschnittliche Schauspieler, größtenteils dümmliche Dialoge, ein paar gute Gags und schlecht gemachte Zombies sowie Splattereffekte.
Auch wenn das nun komisch klingt, ich gebe „Dance of The Dead“ trotzdem ein paar Punkte, da man in der richtigen Stimmung mit viel Bier und in Gesellschaft sicherlich seinen Spaß daran haben wird. (4/10)

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