Review

Und wieder hat man versucht, uns eine lahme Thriller-Ente Marke "Tatort" als spannenden Psycho-Thriller zu verkaufen. Doch "Sweet Little Sixteen" ist höchstens nach ein paar Flaschen Bier erträglich.

Eine Schülerin wird ermordet. Während den Ermittlungen verknallt sich ihre Freundin Sophie (Cosma Shiva Hagen) in Kommissar Kleist (Heikko Deutschmann). Da geschieht ein zweiter Mord. Der Verdacht fällt auf Sophies Vater (Christian Berkel)...

Cosma Shiva Hagen (7 Zwerge) ist mit Abstand die einzige Darstellerin des Films, die wenigstens im Ansatz ihre Rolle glaubwürdig spielt. Das liegt aber wohl einfach daran, dass man ihr das treudoofe Girlie von nebenan locker abnimmt. Den Vogel hat hingegen Heikko Deutschmann (Der Aufstand) abgeschossen. Ein Model als Bulle und Täter in einem... das konnte ja nix werden! Ständig latscht er mit Sonnenbrille durchs Bild und wenn er sie abnimmt, dann glaubt man sich in einer "Ferrero Küsschen"-Werbung verirrt zu haben. Na ja... und Christian Berkel (Der Untergang) spielt den Anfangs zwielichtigen Vater in 08/15-Manier ab.

Der Film wollte mit seinen Szenen das Fernsehpublikum wohl schockieren, führt jedoch nur zur Ermüdung. Alle Mädchen wirken irgendwie fickrig und leicht verführbar. Da braucht man sich auch nicht zu wundern, dass der Killer bei denen leichtes Spiel hat. Und es dürfen natürlich auch keine Klischees ausgelassen werden. Da haben wir z.B. den unzivilisierten Verdächtigen, der aber schnell abserviert wird, und natürlich einen vernebelten Hauptkommissar, der immer nur im Dunkeln tappt. Garniert wird das dann noch mit einer Kotze labernden Freundin der Hauptperson, die dann auch gleich als zweites Opfer herhalten darf.

Wer einen echten Thriller sehen will, dem würde ich von diesem Werk dringend abraten und ihm "Sieben" oder "Die purpurroten Flüsse" empfehlen. Denn diese Filme haben mehr Thrill in einer Szene als "Sweet Little Sixteen" während der ganzen Spielzeit hat. Aber von einem Regisseur, der 1987 einen lächerlichen Film mit Rolling Peter Maffay (der Name ergibt sich aus dem Film, der "Der Jocker" heißt) drehte, kann man auch nicht mehr erwarten.

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