Esther Gronenborn behauptete einst anläßlich der Premiere ihres Films, der Titel "alaska.de" beziehe sich auf die emotionale Kälte deutscher Stadtrandsiedlungen (zumindest war ihr Wortlaut ähnlich, mit Zitaten muss man ja immer vorsichtig sein).
Dieser (ich nenns jetzt mal so, aber er lief wohl auch in einigen Programmkinos) Fernsehfilm hat ein bisschen was von Romeo und Julia. Also, da sind ein Junge und ein Mädchen die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, eigentlich auch Welten kommen: Sie zieht aus irgendem Vorort Berlins in eben diese Stadt zu ihrem Vater. Er hängt dauernd mit seinen kleinkriminellen, Drogenabhängigen Schulkameraden zusammen. Sie wird, als die NEUE, auf der Schule nicht akzeptiert, er ist voll etabliert aber verliebt sich in sie und umgekehrt. Naja das ganze endet dann auch mehr oder weniger tragisch, zumindest nicht ganz so heile wie uns Rosamunde Pilcher in ihren ZDF-Produktionen weiß machen will.
Im Endeffekt ein gewöhnlicher TV-Film, der einige schöne Aufnahmen besitzt (leider jedoch an ein paar Stellen mit anderen Kameras arbeitet, was immer - auch bei einigen anderen Produktionen - furchtbar billig aussieht) und ein recht realistisch, nüchternes und tristes Bild der Berliner Problemviertel zeichnet. Was ihn noch ein wenig gegenüber den anderen Produktionen dieser Art heraushebt sind die beiden guten und sympathischen Hauptdarsteller, allen voran die süße Jana Pallaske, die´s sich mich mit mir allerdings nach diesem furchtbar schlechten Snowboarder-Film - ich weiß schon nichtmal mehr wie er heißt - ziemlich verscherzt hat. Ob ihr das jetzt wirklich was ausmacht ist natürlich eine andere Sache.
Trotz oder gerade deswegen vergebe ich mal 7 Punkte, denn solide ist der Film auf jeden Fall.