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Dies war Charlie Chaplins erster Film, der völlig dem Genre des Stummfilmes entwuchs. Es war gleichzeitig sein erster Film im Exil, nachdem er von der amerikanischen Regierung als Kommunist gebrandmarkt und verstoßen worde. Dritter bemerkenswerter Fakt, die Grundidee zur Geschichte hat Chaplin, dem nicht weniger bedeutenden "Orsons Welles" abgekauft, weswegen dieser auch als Autor der Geschichte verzeichnet ist. (für ausführlichere Hintergrundinfos sei die 30 minütige Reportage in den DVD Extras empfohlen)

Anfänglich musste ich erstmal mit dem Film anfreunden, denn er stilisiert das Verhältnis des Mörders zu seinen Damen absolut und die Szenen sind alles andere als realistisch. Hat man sich jedoch an diese Stilisierung gewöhnt, ist das der Film doch sehr ansehnlich und man fragt sich wie das Ganze wohl ausgehen mag. Sehr interessant wird es an den Stellen wo sich die dann doch vorhandene Menschlichkeit und die Motive des Hauptcharchakters zeigen. Die letzten 5 Minuten sind dann wirklich Mindblowing und anders zwar, doch mindestens auf dem anklagenden Niveau der Schlussrede des "großen Diktators". Die darstellerischen Qualitäten und den eigenen Stil Chaplin's steuern ihr übriges zum bemerkenswerten Gesamterlebnis bei. Badam, Badam!

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