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Nach dem Bruckheimer Spektakel (und Erfolg!) aus dem Jahr 2007 Transformer waren schon einige Kritiker besorgt über die geistige Gesundheit zahlreicher Actionfans. 2008 scheint aber für diese ein besseres Jahr zu werden. Die Action von Iron Man kann durchaus an den Szenen in Transformers gemessen werden, doch ist diese hier nicht so chaotisch und bombastisch eingesetzt worden wie bei zahllosen Vorgängern. Ganz im Gegenteil bei Iron Man wird die Action in Maßen eingesetzt und den Situationen angepasst. Hier fliegt der Superheld nicht mal so rum, oder es explodiert etwas weil es halt so cool ausschaut.

Regisseur Jon Favreau hatte sicher auch das Glück jede Menge bekannter und guter Schauspielnamen für die Rollen zu bekommen. Robert Downey Jr. als Milliardär Tony Stark, Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow, Terence Howard und andere. Der Regisseur selbst trat als Bodyguard von Tony Stark in Erscheinung. Das Zusammenspiel der Akteure funktioniert perfekt. Um Herauszufinden, dass Jeff Brigdes Charakter ein Bösewicht ist bedarf es wohl einer Detektivarbeit von 3 Sekunden. Robert Downey Jr. sticht hier natürlich hervor, da er doch recht lässig und gut gelaunt den Helden mimt. Endlich wird auch gezeigt wie es in Privatjets so zugeht. Erfreulich auch hierbei dass IRON MAN sich nicht wie Batmans Bruce Wayne fast versteckt oder wie Superman’s Clark Kent den Naivling spielen muss. Auch wie IRON MAN zu Iron Man wird, unterscheidet ihn von anderen Comicfiguren. Fans des 80er Action Knaller Robocop werden sicher ihre Freude an dem ersten Auftreten des Iron Mans haben. Seine Gegner sind asiatische Warlords (Terroristen?) und im Zentrum steht ein Bergland in Zentralasien sowie illegale Waffenschieberein. So wird zumindest in Ansätzen an aktuelle Geschehnisse in der Welt Bezug genommen. Da die Geschichte von Iron Man noch dazu recht witzig präsentiert wird und sich nicht ganz ernst nimmt, sind weitere Pluspunkte.

Möge es auch den einen oder anderen Mangel in der Handlung geben. Vor allem gegen Ende hin gibt es wohl den einen oder anderen unklaren Punkte. So wird die geheimnisvolle Organisation Shield nicht wirklich erklärt, als auch Robert Downey Jr etwas zu leicht überwältigt. Unsinnig leider auch die Roller der ach so moralischen Journalistin, die aber kein Problem hat Tony Starks Betthäschen zu spielen. Gute Schauspielerleistung als auch Humor lassen diese Kleinigkeiten aber rasch vergessen. Der Humor sind aber nicht brachiale Slapstick Einlagen, sondern um einiges diffiziler als von diversen Dutzendwaren gewohnt. Auch der rockige Soundtrack wurde gut überlegt eingesetzt in den Actionsequenzen. Übrigens nach dem Abspann wartet noch ein Überraschungsgast auf den Zuseher.

Iron Man ist aus meiner Sicht deutlich weit über typische Comic-Action Filme zu stellen. Wer knallbuntes Action-Kino mag, bei dem nicht alle Minuten etwas los sein muss sondern mehr Wert auf Handlung, Humor und Charaktere gelegt wird, liegt bei Iron Man richtig. Popcorn-Kino der besseren Art. Mal schauen wie die Fortsetzung wird (falls eine kommt)!

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