Iron Man
Nachdem Marvel jahrelang zugesehen hat, wie die Hollywoodstudios nach und nach jeden Superhelden des Marveluniversums auf der Leinwand ausschlachteten, entschloss man sich, dass man das doch genauso gut selber machen könnte. Hier ist sie nun: Die erste von Marvel selbst produzierte Comicverfilmung „Iron Man". Hierzulande ist der Comic nur den Insidern bekannt, doch in den USA ist er neben „Spiderman" und „Batman" in der Topriege der Superhelden. Das Publikum durfte gespannt sein, was die Qualität des Films unterscheiden würde zu den anderen Comicverfilmungen, die von grandios (The Dark Knight) bis hin zu erbärmlich (The Fantastic Four) reicht.
Tony Stark ist ein Genie, das mit Waffenentwicklung Milliarden verdient. Bei einer Präsentation in Afghanistan wird er von Terroristen entführt und soll ihnen in einer Höhle eine Rakete entwickeln. Doch Stark gelingt es mit seinem Genie eine Rüstung zu bauen und er entkommt den Terroristen. Wieder in den USA angekommen, verkündet er kurzerhand, dass seine Firma keine Waffen mehr entwickeln wird. Sein Geschäftspartner Stane setzt dann alles daran, Stark für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Doch Stark hat mittlerweile die Rüstung verbessert und kämpft nun als Iron Man gegen seine Kreationen.
Marvel ging mit seiner ersten Produktion ein immenses Risiko ein. Man verpflichtete Robert Downey Jr., der eher durch Skandale und Drogenexzesse bekannt ist, als dass er als Box Office Riese gilt. Natürlich ist Downey Jr. ein ausgezeichneter Schauspieler und das ist auch gut für den Film. Am Anfang gibt er den Playboy einfach unnachahmlich - arrogant und mit einer Prise trockenen Humors. Der Humvee wird sein „Funvee" oder auch die strippenden Stewardessen in seinem Privatjet. Robert Downey Jr geht vollends auf in der Rolle des Tony Starks. Aber auch die übrige Besetzungsliste kann sich durchaus sehen lassen. Als Gegenspieler wurde Jeff Bridges engagiert, der hier endlich mal zeigen kann, dass er auch überzeugend einen Bösewicht spielen kann. Gwyneth Paltrow als Starks Assistentin „Pepper Potts" und Terrance Howard als Starks bester Freund „Jim Rhodes" runden das Ensemble stimmig ab.
Das Riesenbudget von 186 Millionen Dollar sieht man den Special Effects auf jeden Fall an. Leider sind die Actionszenen etwas rar gesät. Trotzdem sind sie abwechslungsreich und ansprechend in Szene gesetzt. „Iron Man" legt sich mit Rebellen, Jets und natürlich im Endkampf mit dem Kampfroboter an. Natürlich erwartet man kein Actiondauerfeuerwerk wie in „Transformers", aber etwas mehr hätte es schon sein können. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich haben die Hauptdarsteller Downey Jr, Paltrow und Howard für drei Filme unterschrieben.
Fazit:
Gelungene Comicverfilmung, die mehr auf die Charakterzeichnung setzt, als auf Actionszenen. Mit Robert Downey Jr. hat man den perfekten Schauspieler dafür gefunden. Man darf gespannt auf die möglichen Fortsetzungen sein.
7/10