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Robert Downey Jr. hat tatsächlich eine Rolle gefunden, die ihm so gut steht wie sonst nur ein Maßanzug: Tony Stark, der Multimilliardär, der Waffen herstellt, ein Playboy ist und in seiner Freizeit in einer eigens hergestellten Superrüstung gegen das Böse kämpft.
Dabei wirkt Robert Downey Jr. so sexy und smart wie man sich höchstens den guten alten Clark Gable vorstellen könnte - und das bei gefühlten vier Köpfen Unterschied als Körpergröße.

Sei es mal drum und ignorieren wir mal die tatsache, dass Downey Jr. ausgerechnet in einer Comicverfilmung die Rolle seines Lebens gefunden zu haben scheint, was haben wir noch?
Eine unglaublich super funktionierende Chemie zwischen ihm un Gwyneth Paltrow, in kaum einer sogenannten Screwball Comedy der letzten Jahre hat es so zwischen den beiden Hauptdarstellern so gefunkt wie zwischen Downey Jr. und Paltrow.
Hut ab.

Wenn man dann auch noch bedenkt, dass ich der Meinung bin, dass beide Schauspieler eigentlich überbewertet sind, und mir ihr Zusammenspiel sehr gut gefallen hat, dann doppelt Hut ab.

Die Story ist die übliche Vom Saulus zum Paulus Story, die es in der einen oder anderen Art des Öfteren gibt und daher kaum der Rede wert.
Hier wird eine 08/15 Story runter gebetet, kein richtiger Gegner aufgefahren, und lediglich der Charakter des Iron Man eingeführt. Der ebenfalls überschätzte Terrence Howard darf immer mal wieder mit seinen blauen Augen ebenfalls durchs Bild stolzieren und leidglich Jeff Bridges stolpert unmotiviert durch seine völlig B-Movie-typische Rolle.

Dass dieser Streifen unter den Marvel-Verfilmungen dennoch ganz weit oben anzusiedeln ist, hat mehrere Gründe:
1. Die übrigen Marvel-Verfilmungen sind bisher (mit Ausnahme vielleicht von X-Men) sind einfach nicht wirklich gut oder meinen es zu ernst.
2. Iron Man ist nicht mehr und nicht weniger als ein reiner trashbeseelter Popcornflic. Er soll unterhalten, und das tut er. Obwohl er auch ernstere Untertöne anschneidet, bleibt er immer auf der Sonnenseite der Filmwelt.

Jon Favreau hat sich mit diesem Film mehr als nur einen Gefallen getan, man kommt gut gelaunt aus dem Film und freut sich auf mehr.

Wenn man bedenkt, dass Iron Man als Comicfigur nur B-Ware ist das mehr als man erwarten durfte.

Guter Film als No-Brainer und absolut massenkompatibel: 6 Punkte

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