Diese Comicverfilmung erinnerte mich doch stark an jene von Batman, auch wenn sich der Held hier in nobeler Gesellschaft wieder findet und Batman im Underground agiert, so ist der Ablauf trotzdem in einiger Hinsicht ähnlich, zumindest als Gesamtpaket betrachtet, wenn der Held den Bösen Buben spielen wird oder die Gehilfin Daten geheim kopieren darf.
Tony, so der Name des Superhelden IronMan. Der Chef einer Waffenfirma ist er und jener bekommt von afghanischen Terroristen eines auf den Deckel und schon sieht er ein, was für eine Gefahr diese, seine Waffen hergeben. So wird er notgedrungen sich zum Iron Man entwickeln dürfen und nicht nur die Terroristen einheizen. Nein, auch seine eigene Firma wird ihn bald nicht mehr wohlgesonnen sein, er will sie nicht mehr, die bösen Waffen. Denn er ist jetzt ein Held, der gerne Kinder rettet. Einen großen Gegenspieler mit mächtigerem Gewandt wird es auch noch geben, wenn gleich jene blasse Rüstung nicht so schön gestylt in roter Farbe ausschaut wie die jenes Iron Man's.
Ein Mainstreamfilm der sein Publikum finden soll? Ja, es ist ein wirklich guter Film geworden, den man sich, wer Comicverfilmungen mag, nicht entgehen lassen sollte.
Schwachpunkte sind zum einen der Anfang, wo man die Entwicklung zum Iron Man doch noch etwas mehr hätte austüfteln können, dass kommt sogar recht angeklatscht rüber, aber meine eher schlechten Befürchtungen Anfangs wurden nicht in die Tat umgesetzt, ja fast schon in Luft aufgelöst. Beim Kampf beider aufgerüsteter Blechmaschinen hätte man noch mehr rausholen können. Das Spektakel ist einfach ein wenig zu kurz geraten. Action wird es zwar geben, welches auch ganz ohne "Material Arts" und Übertreibungen auskommt, nur ein wenig mehr hätte es dann doch auch sein dürfen.
Dramatik kann der Film einige mal aufzeigen. Die angedeutete Liebestory wurde wohl für den weiteren Verlauf wieder gestrichen, zumindest hatte ich rührseliges noch erwartet, nach einer ersten angedeuteten Knutschszene, welche aber zum Glück ausgeblieben ist.
Sehr schön ist, dass man sich viel mühe mit der Charakterisierung gegeben hat und genau dies braucht eine Comicverfilmung auch. Herzloses Actionspektakel gibt es schon zu genüge, hier nicht! Die überschaubaren Actionszenen sind durchweck gelungen, samt der passenden CGI.
Der Iron Man "Robert Downey Jr." ist Perfekt gewählt für diese Rollen, mit seiner herzlichen und Weltverbessernden, aber auch zerstörerischen Art wenn es mal drauf ankommt. Seine Freundin wird gespielt von Gwyneth Paltrow, welche für die Optik ganz gut ist, ansonsten fällt sie zumindest nicht ganz unten durch, soll heißen, brauchbar gewählt.
Die restlichen Darsteller samt des Bösewichtes spielen einen soliden Part ohne herauszustechen. Die Dialoge sind oft humorvoll ausgefallen, aber auch Szenen wie ein grinsender Roboter lassen den Lachmuskel arbeiten und dies sorgt somit für einen erhöhten Unterhaltungsfaktor. Der Sound ist erfreulicherweise, sehr rockig ausgefallen. Dieser Film von Regisseur Jon Favreau (Zathura) ist für mich eine Überraschung im Heut zu Tage ansonsten oft übertrieben gemachten Mainstreambereich, wenn gleich noch ein bissel mehr Action doch wiederum gefehlt hat.
Die Fortsetzung wird wohl auch bald schon Folgen, wobei der nächste Bösewicht der am Rande auch 2 mal auftauchende Geschäftsmann sein könnte, welcher wohl die Zügel der Firma demnächst in die Hand halten wird ? Wobei dies nur mal als Tipp angesehen werden sollte, es muss ja nicht so zutreffen. :) Ob der Iron Man im 2.Teil noch Unterstürzung bekommen könnte, anhand der Rüstung welche noch zu sehen war, wo der Protagonist meinte, "Vielleicht ein anderes mal". Ok, genug spekuliert! Da bin ich echt mal gespannt ob dies auch so zutreffen könnte.
Zu guter letzt ist wieder ein mal die FSK zu erwähnen. Nicht zu erklären warum die 1.Fassung geschnitten wurde und warum diese eine 12er Freigabe erhielt, wenn nämlich die Darauf folgende ungeschnitten ist, aber ebenfalls eine 12er Plakette bekam. Für wie ernst nimmt sich diese Behörde? ...
7,5/10