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-->„Iron Man“ (2008)
Als im Jahre 1998 für Wesley Snipes das Comeback in die Eliteklasse der Schauspieler mit dem Vampir-Streifen „Blade“ (die aktuelle Nummer 103 der ewigen Bestenliste bei ofdb.de) eingeläutet wurde, konnte kaum jemand ahnen, dass zehn Jahre später über 20 Filme aus der Marvel-Schmiede den Weg auf die große Leinwand gefunden haben. Im Jahre 2008 dagegen scheint es nun kaum mehr vorstellbar, dass mit dem aktuellsten Film „Iron Man“ (aktuell 582 Mio. US-$), den Marvel vollständig in Eigenregie produzierte (Produktionskosten 140 Mio. US-$), dieser lukrative Geschäftszweig ein jähes Ende findet. Wiederum ist es nicht verwunderlich, dass dieses Genre der Superhelden-Filme einen großen Absatzmarkt findet, da es in der Natur des Menschen liegt, eine Faszination für Superhelden wie „Spider-Man“ oder „The Punisher“ zu entwickeln.
Der Handlungsverlauf von „Iron Man“ ist schnell erzählt, da er so typisch für diese Art Film ist: Der Kampf „Gut gegen Böse“ mündet in den unausweichlichen Showdown. Dieser erinnert stark an „Transformers“ von Michael Bay. Nun kann darüber gestritten werden, ob die Hauptrollenbesetzung mit Robert Downey Jr. als exzentrischer und Frauen verschleißender Milliardär auf der einen Seite und genialer Waffenentwickler mit „M.I.T.-University-Summa-cum-laude-Abschluss im Alter von siebzehn Jahren“ auf der anderen Seite und Jeff Bridges als väterlichem Freund „Obadiah Stone“, der sich bald als doch nicht so nett herausstellt, glücklich gewählt ist. Ein Nachteil dieser Wahl der Besetzung ist, dass zwar sowohl ein Robert Downey Jr. als auch Jeff Bridges zwar technisch einwandfrei ihre Rollen auskleiden, dem Zuschauer jedoch nie die vollständige Identifikation mit den Protagonisten gelingt. Eine Authentizität Downeys, wie in der Rolle als Harry Lockhart in „Kiss Kiss, Bang Bang“, oder Bridges, in seiner grandiosen Verkörperung als „Jeff ‚The Dude‘ Lebowski“ im Film „Big Lebowski“ der Regie-Genies Joel und Ethan Coen oder als drogensüchtiger „Noah“ in „Tideland“ von Kult-Regisseur Terry Gilliam, wird leider nicht erreicht. Da fällt die Rolle von Gwyneth Paltrow als Assistentin „Virginia Potts“, die sie in gewohnt unterkühlter Manier spielt, nicht weiter ins Gewicht.
Trotz all dieser negativen Skizzierungen ist wohl das größte Problem für Marvels „Iron Man“ die Tatsache, dass sein „Cousin“ von DC-Comics – „The Dark Knight“ – im selben Jahr in die Kinos kam. Die große Ähnlichkeit in der Handlung dieser Filme drängt unablässig ein Vergleich auf. Das Feuer und die Leidenschaft, mit der ein Christian Bale seine Rolle als „Bruce Wayne/Batman“ oder Heath Ledger seinen Gegenspieler „Joker“ spielen, ist leider in „Iron Man“ kaum zu verspüren. Es ist hier anscheinend einem Downey trotz aller Bemühungen nicht vergönnt, den Waffen-Milliardär „Tony Stark“ mit dem nötigen Charisma zu spielen, wie es Bale als ebenfalls exzentrischem Junggesellen „Burce Wayne“ scheinbar mühelos gelingt. So wirkt neben diesem filmgeschichtlichen Meilenstein von Christopher Nolan – unabhängig des exorbitanten Bekanntheitswachstums durch den tragischen Tod Heath Ledgers - Jon Favreaus „Iron Man“ zwangsläufig, jedoch auch oft ungerechterweise, hölzern und unbedeutend.
Zusammenfassend sollte jedoch nochmals klar gestellt werden, dass „Iron Man“ keineswegs eine filmische Zeitverschwendung darstellt. Denn die Qualität der Verarbeitung gerade in Sachen Effekte (immerhin arbeiteten gleich drei verschiedene Studios daran) und besonders durch die Auflösung in 1080p lässt wirklich keine Wünsche offen, wodurch „Iron Man“ einen Heimkino-Genuss par excellence darbietet.