Das sich Marvelverflimungen in den letzten Jahren als durchaus positiver sowie lukrativer Marktträger präsentiert haben, lässt in Iron Man wieder einmal einen der Comichelden zum Leinwandhelden werden.
Daher ist der Plot auch relativ einfach durchschaubar. Es gibt den üblichen Bösewicht, die bösen Menschen aus dem zusammengewürfelten Osten und eine Intrige in der eigenen Firma. Alles nichts wirklich neues und daher der typische Superheldenstoff.
Allerdings hat es Regisseur Jon Favreau durchaus gewusst, die doch realtiv simple Story geschickt und spannend auf die Leinwand zu adaptieren. So benötigt wird es dem Zuschauer ermöglicht, die technischen Entwicklungsschritte des Iron Man nachzuvollziehen sowie zu beobachten. Für Technikfreaks ist sicherlich einiges an interssantem Schraubwerkzeug dabei zu beachten.
In Sachen Charakterdarstellung kann der Film nicht aus seiner ihm vorgegebenen genreklischee Machart hinaus. Mademoiselle Pepper wirkt eher wie eine Adaption von Moneypenney. Gwyneth Paltrow gibt sich zwar redlich Mühe, Mrs. Pepper einen guten Schuss Würze beizumischen, doch mehr als gut Aussehen und ein nettes Lächeln springt bei aller Anstrengung nicht heraus.
Downey Jr. hingegen kann sich durchaus positiv in Szene setzen. Anfänglich wirkt er als ein arroganter und machomäßiger Snob, der sich durch seine Gefangenschaft dann doch charakterlich wandelt. War er anfänglich ein Warlord so möchte er nun die Welt verbessern. Dies ist sicher ein Wandel vom einen in das andere Extrem. Inwieweit hier Gesellschaftskritik an der amerikanischen Waffenindustrie und ihrem immensen Repräsentationsbewusstsein weltweit mitschwingen ist nicht klar zu deuten.
Persönlich hat mir die Charakterdarstellung ovn Jeff Bridges gefallen. Er miomt den Schurken Obadiah einfach inreißend schurkenhaft. Sein schelmischen Lächeln gepaart mit der Ausdrucksstärke seiner blauen Augen geben ein schaurig-schönes Bösewichtgrinsen ab. Für mich sticht er als einziger wirklich auch schauspielerisch positiv heraus.
Der Soundtrack von Iron Man ist dem von Tranfsormers ebenbürtig. Beide Filme zeichnen sich durch eine ordentliche rockige Mischung aus, die in den passenden Actionszenen dann auch malerisch untergespielt wird. Ein eindeutiges Plus des Films.
Die CGI-Effekte sind - wie in Transormers - vom Feinsten und lassen sich durchaus sehr gut ansehen. Sehr positiv ist auch zu nennen, dass man es mit der CGI nicht übertrieben hat und sie durchaus "reduziert" im Vergleich zu manch anderem Film - z.B. Stealth - eingesetzt hat und auch größtenteils absolut unrealistische Szenen vermieden hat.
Actionmäßig fährt Iron Man exakt das auf, was auch das angesprochene Publikum sehen möchte. Es gibt ordentlich fette Waffen, schöne und schnelle Autos - wobei hier vornehmlich Audis Supersportler Screentime erhält - rasante, luftige Verfolgungsjagden sowie feurige Explosionen. Alles wird in einem sehr guten und nicht übertriebenen Showdown zusammengefasst, wobei dieser streckenweise an den letzten Battle in Transformers erinnert.
Fazit: Iron Man ist ein typischer Männerfilm mit allen genreüblichen Macharten und Eigenarten. Allerdings optisch wirklich ein echter Hingucker, auch wenn die Story einen sicherlich nicht vom Hocker reißen wird. Dafür sind aber der ein oder andere gute One-Zeiler von Downey Jr. dabei. Daher 7/10