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Der geniale Erfinder, Waffenmogul und Milliardär Tony Stark demonstriert in Afghanistan die überwältigende Schlagkraft seiner neuesten High-Tech-Waffe. Bei der Heimfahrt wird er von Rebellen entführt und gezwungen, so eine Waffe nachzubauen. Doch gemeinsam mit einem anderen Gefangenen entwickelt er zur Flucht eine eiserne High-Tech-Rüstung, womit er fliegen kann. Ihm gelingt die Flucht. Zurück in Amerika verkündet er, keine Waffen mehr bauen zu wollen, was jedoch auf einigen Widerstand stößt und er von seinem falschen Freund hintergangen und entmündigt wird, um die Waffenproduktion fortzusetzen und die Waffen auch an die Feine zu verkaufen. Doch Stark entwickelt eine neue, technisch ausgereifte Rüstung, um als Iron Man gegen die Terroristen vorzugehen, die seine Waffen verwenden.

Da ja mittlerweile jedes Strichmännchen, das mal in einem Marvel Comic durch Bild huschte, war es folgerichtig, das auch der Eisenmann den Weg ins Kino schaffte und es sogar noch auf zwei Sequels schaffte. Für mich ist es sogar eine der besseren Verfilmungen, was allerdings allein an der Figur Tony Stark gelegen hat. Action und Tricks sind nicht besser oder schlechter als bei den anderen Strampelhosenträgern.
Abseits ihres Helden Alter Egos sind die Charaktere der Superleute im Privaten doch ziemliche Pfeifen. Peter Parker und Clark Kent sind unscheinbare Waschlappen und Bruce Wayne ein hüftsteifer Millionionario ohne viel Charisma. Tony Parker im Gegensatz dazu ist sarkastisch witzig, eine Lebemann und Schwerenöter und nicht der lupenreine Held, wie wir ihn sonst gewohnt sind. Klar, das er nach der Entführung in Afghanistan eine Wandlung durchmacht, aber auch danach gibt er sich weiterhin humorvoll, ob beim schäkern mit seiner Sekretärin oder diverse Probleme mit seinen Hilfsrobotern, ein frecher Spruch kommt immer bei rum.
In Sachen Action stechen der Beginn und der Showdown, gegen seinen scheinbar väterlichen Geschäftspartner hervor. Der Beginn legt gleich wuchtig los, als die Partisanen erst den Army Konvoi ausradieren und Stark sich mit einfachsten Mitteln seinen ersten Kampfanzug baut und auf seine Entführer los geht ist durchaus eindrucksvoll. Held und Anzug waren somit geboren (obwohl ich immer noch der Meinung bin, das allein die kinetische Energie des Kugelhagels ihn umwerfen müßte, aber wir sind ja hier im Marvel Universum der dehnbaren Physik).
Iron Man erfindet dabei das Genre sicherlich nicht neu. Wir haben den klassischen Helden mit seinen diversen Gimmicks im Anzug, einen gleichwertigen Bösewicht mit dem er sich am Ende kloppen kann, das ist alles Standard soweit. Der Vorteil in meinen Augen liegt da am meisten am nachfühlbaren Helden und der Tatsache, das man das Ganze nicht durch eine doofe Love Story auf 140 Minuten Laufzeit aufblasen wollte. Zumindest ist Iron Man mal wieder ein Marvel Ableger der mir gefallen hat. Trotzdem könnte diese Welle irgendwann gern auch mal wieder aufhören.
7/10

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