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Während Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow in ihrer Rolle sowieso deutlich unterfordert bleibt, spielt Robert Downey Jr. seinen Part mit einer solchen Arroganz, dass man ihm seinen Gesinnungswandel nicht abnehmen möchte. Dass heutzutage kein Leinwandheld mehr eine gesunde Höhenangst besitzt, sondern einfach tollkühn bis in die Stratosphäre düst, muss man ebenso hinnehmen wie die Schurkenstereotypen über die armen Araber als ewig amerikafeindliche Terroristen und Folterer. Und dass Iron Man im Finale als Metall-David gegen einen größeren und stärkeren Metall-Goliath ran muss, war natürlich auch abzusehen. Aber ich will mich gar nicht großartig beklagen, denn wenigstens sind die visuellen Effekte und Actionszenen top-notch, was bei aktuellen Superheldenverfilmungen mit ihrer CGI-Lastigkeit längst keine Selbstverständlichkeit ist. Mehr als eine naive Verschrottungsorgie und Flugstunde war nicht zu erwarten.
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Seit 2008 gibts den glänzenden Eisen-'Superman nun als Spielfilm zu sehen. Ich hatte mir die Story erstmal ganz anders vorgestellt, da ich Iron Man überhaupt nicht kannte, nicht so mit Terroristen in Afghanistan etc. Aber dennoch genau diese Überraschungen haben mich am Bildschirm gehalten. Die Story ist solide, die Special Effects sind klasse und die ganze Atmosphäre im Film ist atemberaubend und wird durch kleinere Witze immer wieder aufgelockert. Robert Downey Jr., den ich nocht nicht kannte, hat ein super Schauspiel hingelegt und vermittelte immer eine gewisse Coolness. Ich hab zwar nie die Comics gelesen (und deshalb kann ich das eigentlich nicht so beurteilen), aber ich finde, dass ist eine weitere gelungene Comicverfilmung. Zu empfehlen! 8/10
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Realismusarm, aber dafür äußerst unterhaltsam präsentiert sich der Marvel-Ableger "Iron Man". Dass selbst ein Genie, das gerne auf Parties abhängt und viel reist, kaum das technische Verständnis aufbauen kann, um innerhalb weniger Tage in einer Höhe umzingelt von Mullahs einen High-Tech-Kampfanzug zu entwerfen und zu bauen, dürfte wohl jedem klar sein. Die Aufmachung, die Schauspieler, die Actionszenen, die Sprüche und die Handlung dagegen sind allererste Sahne. Was fehlt ist ein richtig gefährlicher Gegner und mehr Kämpfe, vielleicht klappt es ja in einer Fortsetzung. Die Schnitte in der deutschen Kinofassung empfand ich als störend, da deutlich auffällig, dass etwas fehlt. Wozu diese notwendig waren ist für mich nicht nachvollziehbar. Fazit: Gelungener Action-Fantasy-Kracher. (8/10)