Review

„Wichtig ist nicht der Fall,sondern die Landung“.Die Geschichte über drei Typen in Pariser Vorstadtslums ist durchaus interessant und realistisch,aber am Ende überzeugt nicht der Fall sondern nur die Landung.

Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei in einem Vorstadtviertel von Paris.Für 24 Stunden begleiten wir Vinz,Said und Hubert auf ihrer Tour durch die Gegend.Kurz zuvor wurde Abdel,einer ihrer Freunde,bei den Krawallen schwer verletzt,Vinz fand die Waffe eines Polizisten,die er seitdem mit sich rumträgt.Sollte Abdel sterben,wird er „das Konto wieder ausgleichen“.

Schwer verdaulich ist dieser Streifen über das Treiben der gewaltbereiten Typen,die nichts anderes tun als Drogen zu nehmen und Gewalt verbreiten.Hubert kommt dabei noch am sympathischsten weg,während Vinz leicht psychopathisch wirkt und Said durch sein Dauergequassel einfach nur nervt.
Leider wird auch insgesamt etwas zuviel gequasselt,oft auch durcheinander,was auf Dauer etwas anstrengend ist.Auf der anderen Seite sind die Dialoge voll aus dem Leben gegriffen und wirken keineswegs gekünstelt,schätzungsweise hat jeder der drei Darsteller annähernd sich selbst gespielt,was in jeder Hinsicht gelungen ist.Durch die schwarzweiße Ausstattung wirken die Slums noch ein wenig dreckiger und authentischer,Farbe hätte diese Wirkung verfehlt.
Auch wenn das Ende entsprechend düster ausgefallen ist,was zu erwarten war,so fehlen mir im Ablauf gewisse Höhepunkte,die dem Streifen zu einem wirklichen Burner gemacht hätten,so bleibt ein interessanter Einblick in das verkorkste Dasein französischer Jugendlicher,nie langweilig aber so richtig umgehauen hat mich das Ganze nicht.
6 von 10 Punkten

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