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Hass zeigt 24 Stunden aus dem Leben dreier Jugendlicher in der französichen Bannmeile. Der Araber Said, der Jude Vince und der Schwarze Hubert leben in einer Welt voll Gewalt und Drogen stets gefährdet durch Angriffe der Polizei.

Nachdem Abdel, ebenfalls ein Bewohner des Viertels bei einem Polizeieinsatz lebensgefährlich verletzt wurde, beschließt Vince im Falle des Tods von Abdel, einen Polizisten hinzurichten. Vince findet während der Krawalle mit der Polizei eine Pistole, die er fortan bei sich trägt...

La Haine ist eine Studie über Gewalt in Frankreich, über Ausländerhass und Desillusion. Der Film weist in jeder Einstellung Kritik und Perfektion auf. Das behandelte Thema ist und bleibt aktuell und seine Umsetzung ist das, was ich ohne Zögern als realistisch bezeichne.

La Haine bietet keine Lösung für alle Probleme, La Haine zeigt einzig die Situation so hart und brutal wie sie ist. Der Film will nicht anklagen, er umschreibt einzig die Wahrheit in der Banlieue, die als tickende Zeitbombe zu sehen ist, ständig in Gefahr zu explodieren.

Was La Haine weiterhin auszeichnet, ist eine Dialogführung die nah an der Realität angelegt ist. Es wird nicht gekünzelt, nicht auf Mainstream abgezielt. Der Film ist salopp gesagt, ein derber Schlag in die Fresse des Zuschauers.

La Haine ist kein Film für die breite Masse und eigentlich nur Intellektuellen, und Filmfreunden die um die Ecke denken können ans Herz zu legen. La Haine ist kurz gesagt ein Meisterwerk, das ein bitterböses, gemeines Ende aufweist. Der Film zeigt erneut, dass Frankreich eine Nation ist, die es versteht perfekte Filme zu inszenieren.

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