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Alois Brummer war nicht nur Produzent von Filmen, sondern er führt auch bei einigen Regie. Natürlich war er immer am Puls der Zeit und drehte das was gerade IN war und das war in den 70er Jahren der Sexploitationsfilm. Wie bei seinen Produktionen setzt er auch als Regisseur auf Humor und bekannten Darstellern. Das zeigt sich auch bei Obszönitäten. Hier bekommt der Zuschauer den so generischen deutschen Sexfilm vorgesetzt wie es nur geht. Die Formel ist hier so deutlich, dass ein kaum etwas überrascht. Obwohl in den letzten 30 Minuten gibt es dann auch noch einen kurzen Abstecher in das Report Genre.

Die Handlung dreht sich um Johnny, er ist ein Callboy und hat ein großes Glied. Das ruft irgendwann auch einen Professor auf den Plan, dieser will Johnnys Penis unbedingt verpflanzen. Da findet man auch eine geeignete Person, ein reicher fetter Typ mit einer jungen hübschen Frau. Im Bett läuft es nicht mehr. Johnny Penis könnte abhilfe verschaffen, doch dann plagt Johnny die Impotenz.

Schwere Themen werden hier einfach locker flockig angesprochen. Denn Johnny leidet unter seiner Impotenz. Er hat sich verliebt und die Frau will ihn nicht bezahlen für den Sex und das scheint ihn fertig zu machen. Dieses Problem kommt aber nur am Rande vor, die Lösung wird auf dem Poster gespoilert und dann endet der Film mit einem Happy End. Das war aber auch zu erwarten. Darum geht es auch gar nicht. Viel mehr ist der Abstecher in den Reportfilm interessant. Hier klärt man das Publikum auf, warum die Frauen immer befreiter sind und ihre Lust geniesen.

Ansonsten gibt es hier viel nackte Haut zu sehen und viele nackte Frauen. Sex wird auch etwas mehr gezeigt. Man merkt, dass wir uns schon im Jahr 1971 befinden. Ansonsten ist alles sehr naiv wie immer und die Frau lüstern auf den Typ mit den großen Penis. Wenn der aber nicht da ist, geht auch ein anderer Mann. Das Ausleben der Lust wird hier immer wieder gezeigt und somit erfüllt man die Fantasien der alten Herren.

Obszönitäten ist langsam erzählt mit viel nackter Haut und schlechten Witzen. Das alles ist mässig unterhaltsam.

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