Review

Hm, die Erwartungen waren groß. Nach dem brillianten KUNG FU HUSTLE und dem ebenso aberwitzigen wie tricktechnisch gelungenen SHAOLIN SOCCER mußte es aber irgendwann zu Ende sein mit den Meisterwerken.
Mit CJ7 hoffte Stephen Chow, ein größeres Publikum vor allem im Westen anzusprechen und dort den Durchbruch zu schaffen.

Er versagte fürchterlich!

In dieser Melange aus E.T., TELETUBBIE und Vater-Sohn-Konflikt fehlt fast alles, was den Kultstatus in seinen Filmen ausmacht: der böse anarchische Humor; die versteckten Anspielungen auf verschiedene Blockbuster; die absurden Ideen, umgesetzt mit allerlei gelungenen Special-Effects. Fast nichts davon ist in diesem Streifen zu sehen.

Dafür gibt es den moralischen Holzhammer (Arm sein ist nix schlechtes, viel lernen, sei ehrlich & treu deinen Freunden gegenüber und dergleichen mehr), einige schlecht animierte Tricks und derart offenkundige Anspielungen AUF EIGENE FILME, das es schon peinlich ist (exemplarisch die Szene, in der Filmsohn Dicky träumt und dabei 1000 Meter in die Luft springt, auf einem Adler landet und beim darauffolgenden Absturz die "Hand Buddahs" zum Einsatz bringt)

Alle Figuren bis auf Jiao Xu (ein Mädchen, das einen Jungen spielt) bleiben blass und bilden einzig Füllmaterial, um den Streifen auf Kinolänge zu bringen; witzig ist kaum etwas, wenn, dann wird dies gleich in der nächsten Szene wieder versaut; die CGI ist mehr als schwach - was bleibt da noch?

Die letzten 10 Minuten. Ich muß gestehen, die haben mich berührt - weil sie überraschend waren und nichts darauf hingewiesen hat. Im Nachhinein fühlte ich mich zwar manipuliert, verzeihe ich aber in Gedenken an Chows Verdienste mit den oben genannten Knallern und seinen Vorgängern GOD OF COOKERY und LIEBESGRÜSSE AUS PEKING.

Im Großen und Ganzen ist der Film aber enttäuschend und wird nicht den erhofften Durchbruch bringen - Schade!

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