Ein Genforscher kreuzt eine Ratte mit einem Affen, heraus kommt ein überaus aggressives Hybridwesen, das bevorzugt Menschen frißt. Ein Modefotograf (Werner Pochath) mit seinen Models stapft auf genau jener Karibikinsel durch das mittlerweile verlassene Dorf, wo das Tier sein Unwesen treibt. Gleichzeitig kommt Terry (Janet Agren) angereist, um eines der Models, ihre Schwester Marlis (Eva Grimaldi), zu suchen, unterstützt wird sie dabei von dem Krimiautoren Fred (David Warbeck). Dass verschiedene Gruppen von Leuten nun dort irgendwas suchen und dahingerafft werden, hätte gereicht, da braucht es kein superintelligentes Wesen, das "alle Waffen kennt". Der gute Score und die dunklen Kulissen in dem verlassenen Dorf sorgen eigentlich für akzeptable Horroratmosphäre, während die mäßigen Darsteller mitsamt der einschläfernden deutschen Synchro das ganze deutlich in die Billigfilmecke verlagern. Das wäre aufgrund der Idee und dem klasse in Szene gesetzten Vieh nicht unbedingt notwendig gewesen. Das possierliche Tier kommt durchaus glaubhaft rüber, denn es wurde von Nelson de la Rosa in einer fiesen Maske gespielt. Ebenso putzig ist Eva Grimaldi als stets leichtbekleidetes Model, da liegen ja bekanntlich ihre Stärken. Alle Beteiligten haben unter anderen Regisseuren deutlich besseres abgeliefert, die Besetzungsliste klingt interessanter als das Ergebnis letzlich ist. Der rattige Affe weist einen beachtlichen Bodycount auf, er zerfetzt die Opfer mit viel Getöse und einigem Blut, es gibt sogar eine kurze Eingeweidefreßszene zu bewundern, nichts Grobes in der Ansicht, die doch etwas durch mangelndes Licht einbüßt. Um so ärgerlicher ist aber, dass Regisseur Anthony Ascott die Handlung mit offensichtlichen Sprüngen versieht, nicht immer erklärt sich der Fortgang von selbst. Man kann sich das zwar manchmal aufgrund der simplen Story noch zusammenreimen, allerdings entbehrt das gerade in der zweiten Hälfte immer mehr jeder Logik und wird zunehmend zum Ärgernis. Erstaunlich, dass so etwas 1988 noch gedreht wurde, denn da war schon eher Schluß mit solchem Italo-Trash.
Fazit: Unausgegorener B-Movie, der zwar bedingt atmosphärisch und blutig ist, die sprunghaften Logikpatzer verhindern jedoch den wirklichen Sehgenuss. 5/10 Punkten