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Im Jahr 1766 befindet sich Thailand im Bürgerkrieg. Invasoren aus dem verfeindeten Burma hinterlassen auf ihrem Vormarsch Elend und Verwüstung. Die mutigen Bewohner des kleinen Dorfes Siyama wollen sich den Eindringlingen entgegenstellen und erhalten urplötzlich unerwartete Hilfe aus der Zukunft: Aus dem gegenwärtigen Thailand hat es drei Teens samt ihres Jeeps in das Jahr 1766 verschlagen, um dort an der Seite ihrer Ahnen für ein zukünftig freies Thailand zu kämpfen.

Geht das jetzt nur mir so, oder hat man mit Siyama einfach nur Bang Rajan neu verfilmt? Die Storyline ist exakt dieselbe, kleines Thai Dorf wehrt sich gegen eine burmesische Übermacht (hier 10000 gegen 200, also mal locker 50:1), außer das hier das Ende etwas positiver ausfällt. Optisch hat der Film dabei aber einiges zu bieten, viele authentische Kostüme und Bauten, Massenszenen und ein nettes Lokalkolorit des siamesischen Bauernlebens. Könnte alles ganz lässig sein, wenn nur nicht irgendein Drehbuchsklave auf die Idee gekommen wäre hier noch eine Fantasykomponente einzubauen, die die ganze schöne aufgebaute Stimmung beinahe zur Gänze lahmlegt.
Mitten in den Konflikt, werden drei Teenager aus der Jetztzeit samt ihres Autos durch die Zeit direkt ins Gefecht gebeamt. Sowas kann sich meiner Meinung nach höchstens Ash in Armee der Finsternis erlauben, aber diese drei sprücheklopfenden Twens passen hier gar nicht rein. So wirkt denn auch der Mittelteil des Films eher lahm, wenn die drei ein wenig emanzipatorischen Touch reinbringen, denn Frauen sollen ja auch kämpfen dürfen, gelle, und so richtig glaubwürdig kommt es dann auch nicht rüber das 50Kg schwere Girlies der Handy Generation ohne Training haufeneweise Feinde niedermetzeln, is klar.
So kann sich denn der Zuschauer eher auf die opulenten Schlachten konzentrieren, die sich dafür wirklich sehen lassen können. Zwar ist besonders in den Nachtaufnahmen nicht immer klar, wer denn nun die Guten und wer die Bösen sind, aber genrell stimmen die Schauwerte (mal abgesehen von der noch steigerungsfähigen CGI). Sorry wenn ich drauf rumreite, aber hätte man es bei der historischen Komponente belassen, wäre Siyama sicher ein gute Historienschinken geworden, aber in der Form wirkt das ganze eher unfreiwillig komisch, zudem wird unnötig viel Pathos reingeblasen. Siyama ist immer noch ein Film der ganz gut unterhalten kann und war in Thailand bestimmt eine ganz große Nummer und so, aber ein neues Heldenepos a la Ong Bak ists sicher nicht geworden.
6/10

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