Dieser Film ist eine Dokumentation oder sogar nur eine Aufzählung von Todesschauplätzen, Todesarten und Unglücken. Es wird gezeigt, welcher Mechanismus genau zum Tod der entsprechenden Person oder des Tieres geführt hat. Leider ist hier in knapp 100 Minuten lediglich eine Aufzählung vorhanden. Dabei wird auf Reihenfolge oder Zusammengehörigkeit wenig Wert gelegt. Ab und an wird es dann etwas grausamer, wenn gezeigt wird, wie Tieren der Kopf abgeschlagen wird. Ist das echt, fragt man sich die ganze Zeit, und das ist auch das einzig Positive an diesem Film. Damit meine ich weder, dass ich Tier-Snuff, denn so kommt es mir teilweise vor, gut heiße, oder das ich mir sowas ansehen muss, aber die einzige Wirkung dieses Films besteht darin, den Zuschauer zweifeln zu lassen, ob das, was er da gerade sieht nun echt ist oder nicht.
Man nehme die Szene mit dem Affen, bei welcher diesem der Kopf aufgeschlagen wird und sein Gehirn genüsslich von den Gästen des entsprechenden Etablissements verspeist wird. Man fragt sich: Kann es sowas wirklich geben? Ja, irgendwo auf dieser Welt wird es das geben, denn es gibt bekanntlich nichts, was es nicht gibt. Im Film selbst kommt diese Szene echt rüber, aber im Making Of sagt der Regisseur selbst, dass nicht alles echt ist, aber manches.
Deshalb gehört dieser Film für mich auch gar nicht zu Horrorfilmen, sondern in die Kategorie "Dokumentation", denn mehr ist es eigentlich nicht. Dieser Charakter wird bestärkt durch die Tatsache, dass der Kommentator hier die ganze Zeit aus dem "Off" zu hören ist, und das eine andere Stimme als Dolmetscher für englische Aussagen fungiert.
Wahrscheinlich, so nehme ich zumindest an, wollte der Macher des Film entsprechende Missstände oder Unrechtmäßigkeiten anprangern, zumindest hoffe ich, dass er das wollte. Es ist ihm allerdings gründlich misslungen. Allein Aussagen im Film wie (Zitat): "Niemand wird genau wissen, wie viele Menschen ihr Leben verloren als die Erde 4 Jahre Schauplatz des 2. Weltkriegs wurde.", sind für die Katz. Da frage ich mich dann, welchen Sinn dieser Film überhaupt hat, wenn einfach 2 Jahre unterschlagen werden. Man frage mal andere Europäer wie lange der 2. Weltkrieg dauerte. Da wird keiner auf die Idee kommen und sagen: 4 Jahre. Allein wegen dieser Aussage ist der Film disqualifiziert und ist komplett am Thema vorbei. Einzig der von mir angesprochene Aspekt des Zweifelns ob die Szenen jetzt real sind oder nicht, lassen eine Wertung von 02/10 zu. Andere mögen anderer Meinung sein, aber für mich springt leider nicht mehr raus.