Schock für Japans Bevölkerung! Im Städtchen Machida werden zahlreiche Einwohner eines ganzen Wohnblocks regelrecht abgeschlachtet. Unter den Opfern befinden sich auch Ranmaru Shindous Eltern. Die Täter und ihre Motive bleiben der Öffentlichkeit trotz intensiver Ermittlungarbeiten verborgen. Einige Jahre später. Mit quälenden Erinnerungen an das Machida-Massaker belastet, steht Ranmaru inzwischen kurz vor dem Abschluss seiner Ausbildung zum Polizisten. Bewähren kann er sich fortan bei einer Spezial-Einheit, genannt TOKKI. Zur gleichen Zeit tauchen überall in Japan seltsame, zombie-ähnliche Kreaturen auf. Als Ranmaru bei seinem ersten Einsatz fast von solch einer Kreatur getötet wird, kommt ihm eine junge Frau, bewaffnet mit beeindruckendem Schwert, zu Hilfe. Es ist dieselbe Frau, die ihm schon seit langer Zeit immer wieder im Traum erscheint. Sie heißt Sakura Rokujo und ist Mitglied von TOKKO, einer geheimen und mysteriösen Suborganisation von TOKKI. Je mehr Ranmaru über Sakura erfährt, desto mehr wird klar: Es gibt eine Verbindung zwischen ihm, ihr und den Ereignissen in Machida...
TOKKO ist zu unrecht relativ unbekannt. Was hier geboten wird ist kurzweilige, teils sehr blutige Anime-Kost mit solider Story, die stellenweise frappierend an HELLRAISER erinnert. Leider ist das Konzept dieser Story offensichtlich für mehrere Staffeln entwickelt worden, was gerade beim völlig überhasteten und stark forciert wirkenden Ende der finalen 13. Episode deutlich wird. Da war das Vertrauen in den Erfolg der Serie wohl doch etwas zu groß, denn bis jetzt ist eine 2. Staffel nicht in Sicht und wahrscheinlich wird es auch nie eine geben. Davon mal abgesehen ist TOKKO ein Anime der sich eigentlich in keiner Disziplin nennenswerte Schwächen leistet jedoch zugegebenermaßen auch nirgendwo richtig herausragen kann. Hier ist wohl auch der Grund für den mangelnden Bekanntheitsgrad der Serie zu suchen: TOKKO ist zu wenig originell und bis auf die Splatter-Einlagen einfach zu sehr im Anime-Standard verwurzelt, um auch langfristig in Erinnerung zu bleiben. Macht aber nix, denn für Zwischendurch ist TOKKO allemal gut genug und wird mit einer (utopischen) 2. Staffel vielleicht noch ein wenig besser!
FAZIT:
Knallhartes Action/Splatter/Horror Gemisch mit prominent geklauten Storyelementen und unausgegorenem Ende