Review

Recht guter Besessenheits-Horror aus dem Land der Känguruhs.
Es geht um David, einen jungen Musiker, der an der Uni von Sydney jobbt und nachts von Alpträumen geplagt wird, in denen er brutale Frauenmorde voraussieht. Verzweifelt versucht er Opfer und Polizei zu warnen, doch bis auf seine Freundin glaubt ihm natürlich niemand und so nimmt das Schicksal seinen Lauf, allerdings anders als man es anfangs erwartet.

Inhaltlich also nicht so sehr viel Neues, trotzdem hat der Film einiges an Überraschungen zu bieten, angefangen bei der sehr grellen, intensiven Licht und Farbdramaturgie, die irgendwie an die Pop Art-Ära der 60-er und 70-er Jahre erinnert. Der eher unbekannte Hauptdarsteller macht seine Sache ordentlich, man kauft ihm die Qualen die er auf Grund seiner Gabe bzw. der Ignoranz der Polizei durchleidet jederzeit ab. Nach reichlich der Hälfte kippt der Plot vom normalen Schlitzer-Movie ins phantastische und ab da hat der Streifen nach meinem Geschmack seine stärksten Szenen. Wie der Killer bei seiner Psychiaterin unter Hypnose wütet und zum Dämon mutiert,das erinnert in positivem Sinn an einen großen Klassiker des Horrorkinos und jagt einem schon gepflegte Schauer über den Rücken.
Die Morde werden dem Zuschauer (fast) komplett vorenthalten (cut?), trotzdem hat der Film so seine Szenen, besonders die Alptraumsequenzen und der Showdown bieten eine wohldosierte Portion Gore die eigentlich ausreichend ist, der Streifen lebt eh' mehr durch seine eindringlichen Bilder und Farben.

Alles in allem bietet "Dream Scream" bis zum klassischen Schluß-Gimmick 90 min. passable, mitunter fast ( ohne vermessen sein zu wollen :-] ) "argentoesk" anmutende Unterhaltung für den Genre-Fan, nix für Mainstream-Konsumenten.

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