In Schloss Hohenschwand, einem abgelegenen Sanatorium für wohlhabende Frauen, geht ein Triebmörder um, der es mit einem vielfältigen Repertoire phallischer Waffen auf die nymphomane Weiblichkeit abgesehen hat.
Eine vorzügliche Kameraführung mit erlesener Lichtsetzung, innovative Tongestaltung und assoziative Montage bilden den erstklassigen handwerklichen Hintergrund eines Giallo, der sich jeder Beschreibung entzieht. Die hauchdünne Handlung ist kaum der Rede wert und dient nur als Aufhänger für endlose Bildstrecken aus melodramatischen Begegnungen, erotischen Spielchen und wüsten Morden. Dabei wirkt der bizarre Film beinahe, als hätten die Geldgeber Regisseur Fernando Di Leo, der eher für seine hart gesottenen Mafiadramen bekannt ist, zur Ernsthaftigkeit angehalten, während diesem der Sinn eher nach einer ironischen Brechung des Genres gestanden hätte. Zumindest schlägt der Film regelmäßig ernsthafte Töne an, nur um gleich darauf wieder geläufige Giallomuster ins Karikaturhafte zu überzeichnen. Das Ergebnis ist ein hochästhetischer, kauziger und sterbenslangweiliger Bilderbogen für unverbesserliche Kuriositäten-Sammler.