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Battle for Haditha bricht mit allgemeinen Sehgewohnheiten und besitzt einen dokumentarischen Touch, wobei Regisseur Nick Broomfield bewusst auf eine detaillierte Charakterzeichnung verzichtet. Sympathieträger gibt's so keine. Stattdessen wird der Terroranschlag und das folgende Massaker durch wutentbrannte US-Marines entsprechend distanziert aus verschiedenen Blickwinkeln thematisiert: Marines, irakische Zivilbevölkerung, Terroristen (wobei die eigentlichen Bombenleger vordergründig finanzielle Motive haben) und Schreibtischtäter im Marine-Headquarter. Überreaktionen führen final zu einem Aussetzen aller Menschlichkeit und einem Gewaltausbruch, der dem Zuschauer den Atem stocken lässt. Bis dahin bedient sich Broomfeld eines langsamen Spannungsaufbaus. Dies macht den Streifen relativ schwer zugänglich, doch werden atmosphärische, authentische Bilder geboten. Starker Antikriegsfilm mit Anspruch! 7/10