Review

Leichte Kost für zwischendurch

Timon & Pumbaa ist wahrscheinlich die klassische Disney-Serie, die man am leichtesten mal eben so nebenbei schauen kann. Die Episoden sind im Vergleich Duck Tales oder Käpt’n Balu so gut wie gar nicht miteinander verknüpft und neben Timon & Pumbaa gibt es nur wenige wiederkehrende Charaktere. Paradebeispiel für die Inkonsistenz ist der ab und zu auftauchende Bösewicht "Quint" der jedes mal eine andere Rolle verkörpert, was aber natürlich humorvoll umgesetzt wurde.

Die Handlung ist fast schon übermäßig Abwechslungsreich indem die beiden Protagonisten jedes mal und zumeist ohne große Einleitung an einem anderen Ort irgendetwas anderes erleben. Hier können die Storywriter nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie es sich manchmal sehr einfach gemacht haben. Der Humor ist größtenteils flach und kindlich, weißt aber oft eine schöne Situationskomik auf. Der Zeichenstil ist für die damalige Zeit -typisch Disney- sehr freundlich und bunt, auf "gewagtere" Elemente wie panisch herausschießende Augäpfel etc. wird nur selten zurückgegriffen. Alles in Allem gelingt es, eine gewisse Gemütlichkeit zu vermitteln.

Leider ist ca. ab der Hälfte der Serie ein deutlicher Qualitätsverfall spürbar. Die Handlung wird simpler; die Szenen sind gröber aneinander geklatscht und auch bei den Animationen wurde sich stellenweise weniger Mühe gegeben. Offensichtlich wurde den Produzenten das Budget gekürzt als die Quoten nachließen.

Wer Cartoons mag, sollte sich Timon & Pumbaa mal anschauen. Ein Muss ist es jedoch gewiss nicht.

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