Animationsfilme erfreuen sich in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit. Von daher ist es auch kaum verwunderlich, dass uns gerade in diesem Bereich immer wieder neue Kreationen erwarten. Mit Kung Fu Panda präsentiert uns einer der einflussreichsten dieser Animationsfilmschmieden, nämlich Dreamworks, seinen neusten Streich. Wie der Titel schon verrät haben sich die Macher diesmal dem Eastern Genre angenommen. An dieser Stelle möchte ich vorwegnehmen, dass mir gerade dieses Genre sehr am Herzen liegt. Somit hatte ich meine Erwartungen nach diversen Teasern und Trailern auch entsprechend hoch angesetzt und ich muss sagen, dass hier Dreamworks eine tadellose Arbeit abgelegt hat. Es ist wirklich eine tolle Persiflage auf das mittlerweile doch recht angestaubte Genre herausgekommen.
Als Eastern Fan kann man spielend leicht eine Unmenge von Parallelen zu diversen Klassikern ausmachen. An dieser Stelle Beispiele zu nennen dürften den Rahmen einer übersichtlichen Rezension sprengen, soviel sei gesagt. Es ist wirklich grandios mit wie viel Liebe zu Detail gearbeitet wurde.
Alleine schon bei den Charakteren dürften dem geneigten Genre Hasen einige Hommagen auffallen. Sowas trägt natürlich positiv zum Gesamteindruck bei.
Aber komme ich jetzt zum Film selbst. Zur Geschichte möchte ich jetzt nicht mehr viel schreiben, da diese relativ einfach gehalten ist und allseits bekannt sein dürfte. So sollte man auch keine allzu großen Überraschungen erwarten. Hier läuft alles nach dem Schema F ab, und somit sind die Seiten Gut und Böse klar differenzierbar. Schaden tut diese Inszenierung natürlich nicht, denn bei einer Komödie wird das Maßband bekanntlich anders angelegt. Die Gags sind in einer hohen Dichte vorhanden und wissen stets zu gefallen. Zumeist wird mit Situationskomik gearbeitet aber auch mit deutlichen Anlehnungen an z.B. Shaw Brothers Klassiker, die absichtlich durch den Kakao gezogen werden. Ich hatte wirklich großen Spaß bei diesem sehr frequenten Gagfeuerwerk.
Animationstechnisch brilliert der Film auf der ganzen Linie und weiß mit opulenten Einstellungen zu gefallen. Vor allem die Tempel und Bergeinstellungen sind im wahrsten Sinne des Wortes malerisch schön. Auch die Charaktere wurden sehr sorgfältig und liebevoll gestaltet und man erkennt deutlich ihre menschlichen Vorbilder, nach denen sie gestaltet wurden.
Die Synchronstimmen mussten natürlich für den deutschen Markt angepasst werden. Doch das wirkt sich nicht negativ aus, denn die Damen und Herren hierzulande haben sich sichtlich Mühe gegeben. So wird Po sympathisch/trottelig von Hape Kerkeling gesprochen während Gottfried John den verzweifelten Meister Shifu vertont. Auch die Nebencharaktere werden von bekannten Namen wie Cosma Shiva Hagen (Viper) und Bettina Zimmermann (Tigress) getragen. Thomas Fritsch darf herrlich böse als Tailung stimmttechnisch sein Bestes geben.
Unterm Strich bleibt Kung Fu Panda also eine hervorragende Eastern Persiflage mit hohem Unterhaltungswert für Groß und Klein. Und wer sollte es besser wissen eine breite Masse zwischen 6 und 60 Jährigen zu begeistern als die Herren aus dem Hause Dreamworks. Ich kann wirklich sagen, dass der Film seinen hohen Erwartungen gerecht wird. Dreamworks hat mal wieder seine Hausaufgaben gemacht und eine ausgezeichnete Arbeit ablegt. Großes Lob an dieser Stelle und bis zum nächsten Animationshit...