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Mexiko 1518: Spanier fallen ins Land ein. Doch neben dem Widerstand der aztekischen Ureinwohner, stoßen sie auf einen ganz anderen, unüberwindbaren Feind: einen Tyrannosaurus Rex. Die Bestie dezimiert die Eroberer ebenso wie die Azteken. Den beiden Völkern bleibt keine Wahl: Sie müssen sich zusammenraufen und den Dino zur Strecke bringen.

Das klingt doch schon mal nett, ein Geschichte aus der Entdeckungszeit der neuen Welt, garniert mit menschenopfernden Azteken, spanischen Conquistadores und als Sahnehäubchen ein T-Rex in Lebensgröße und außerhalb eines Narurkundemuseums, das kann doch nur noch Trash vom feinsten sein.
Nun ja, Trash ist wohl dabei rausgekommen, aber nicht der der lustigen Sorte. Als erstes sticht mal wieder das kaum vorhandene Budget des Streifens ins Auge. Die Handlung spielt komplett in freier Wildbahn, das einzige Set das Aztec Rex zu bieten hat, ist ein Aztekentempel, der allerdings eine recht schmale Höhe von ca. 2,50 Meter hat und offensichtlich aus einfachen Materialien des nächstgelegenen Baumarkts an einem Nachmittag zusammengeschreinert wurde. Bekannte Darsteller waren ebenso wenig zu haben, die teilnehmenden Nasen sind zwar soweit ok, allerdings spielen insgesamt nur knapp über ein dutzend Leute mit, wer hier auf Massenschlachten hofft, ist ebenso auf dem sprichwörtlichen Holzweg wie die headlinende hispanische Wandergruppe.
Den Vogel schießt aber mühelos das Dinosaurierpärchen ab, meine Fresse sind die Viecher besch...eiden animiert, der Körper immerhin ist noch einigermaßen detailliert dargestellt, aber wehe die Biester müssen mit ihrer Umgebung interagieren, das ist ein echter Fall fürs Zwerchfell. Beispielsweise vertragen die Viecher locker den Beschuß von Armbrüsten und Kanonen ohne Kratzer, aber wenn sie zwei Meter tief auf einen spitzen Stock fallen, sind sie sofort hinüber. Ebenso geht es den Darstellern, der große Eroberer Cortez trägt die lächerlichste Perücke seit Erfindung des Bürstenbindens und auch der aztekische Häuptling hat sich beim tätowieren wohl vergriffen und trägt an Armen und im Gesicht die Deutschland Fahne spazieren (entweder wurde Deutschland bereits 450 Jahre vor Wankdorf Weltmeister, oder der olle Humboldt war doch zeitiger unterwegs, als die Geschichtsbücher behaupten).
Das Gros der Zeit wird allerding mit Dauergefasel totgeschlagen, so daß die angesprochenen heiteren Momente viel zu selten vorkommen, ok der Sangria Schlußgag war auch nicht übel. Die FSK 16 Einstufung geht in Ordung, hin und wieder gibts Blut und Gedärm zu sehen. Insgesamt leider zu billig und zu öde um wirklich lustig zu sein. Knappe 3 Punkte.

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