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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 19.07.2010 Was hört man die Mainstreammünder wieder schreien: "laaaangweilig!". Vielleicht einfach mal das Auge aufs Detail legen... Hervorragendes, teils erschreckend brutales Drama mit zwei Kindern als Protagonisten, von denen eines einen Vampir spielt. Die skandinavische Tristesse im Schnee wird ebenso geheimnisbergend eingefangen wie die Verwandlungen des Vampirs diffus sind. Gänsehautgarantie, nur nicht im üblichen Sinne. *weitere Informationen: siehe Profil

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Das ist einer von diesen postmodernen Vampirfilmen, in denen das Wort Vampir nahezu nie fällt. Er ist nordisch kühl und distanziert, obwohl er von großen Gefühlen wie bedinungsloser Freundschaft und der ersten Liebe erzählt, und fühlt sich oft mehr an wie Arthouse oder wie einer dieser Skandinavienkrimis und eben nicht wie Horror. Blasse, helle Menschentypen laufen andauernd durch den Schnee und auch die unverkrampften Nacktszenen zeigen immer wieder auf, woher das Werk stammt. Ich muss allerdings nicht ständig halbwüchsige Knilche in engen Badehosen sehen und obendrein ist das Außenseiterdrama weitgehend verschlafen. Zwar gibt es gegen Ende ein paar wuchtigere, krasse Payoff-Momente wie z.B. die schon legendäre Schwimmbadszene, aber bis dahin muss man auch erstmal durchhalten. Auch ist die Regie an sich sehr gut, aber die jungen Darsteller können die nötigen Emotionen nicht immer transportieren.

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