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Ethel Janowski (Priscilla Alden) isst gern & viel & oft. Entsprechend sieht sie auch aus. Außerdem hat sie einen Dachschaden, den die Ärzte mit Elektroschocks behandeln, mit überschaubarem Erfolg. Als ihre Großmutter auf einer Diät besteht & das Essen in den Schrank sperrt, reagiert Ethel über, greift sich ein Messer & macht Omama damit kaputt. Der Auftakt eines blutigen Killing Sprees als Crazy Fat Ethel (= Alternativtitel).

"250 pounds of maniacal fury" (= Tagline) walzen sich in mörderischer Absicht durch diesen rabiaten, einfach gestrickten Grindhouse-Cheapie von Nick Millard, der eine gute Stunde läuft. Und das ist auch gut so, denn selbst diese Stunde fühlt sich recht lang an. In Schwung kommt der Streifen eigentlich nur dann, wenn Ethel über ihre Opfer herfällt, bevorzugt mit Messer oder Hackbeil, da werden keine Gefangenen gemacht.

Das großzügig vergossene Blut sieht aus wie rote Farbe, zum Stechen & Hacken dient ein Fake-Torso & wenn sich die scharfen Waffen den Köpfen der Opfer nähern, dann so vorsichtig, dass sie bloß sanft angestupst werden. Dennoch entfalten die Kills ob ihrer Roh- & Direktheit eine gewisse Wirkung. Ernst kann man das Gemetzel nicht nehmen, auch weil es von einem pechschwarzen Humor durchzogen ist. Für das, was er sein will (& auch ist), ist Criminally Insane ganz okay. Und das Schock-Ende hat auch was. Das 10 Jahre später heruntergekurbelte Sequel kann man sich indes getrost sparen.

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