Review

Blown Apart
(Ascot Elite) 

Sieben Jahre nach Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück liefert uns Regisseurin Sharon Maguire mit Blown Apart ein hochbrisantes und fesselndes Politdrama.
Die Geschichte handelt von einer jungen und attraktiven Mutter (Michelle Williams, Brokeback Mountain), welche sich auf einen Seitensprung mit einem sympathischen  Journalisten (Ewan McGregor, Kleine Morde unter Freunden, Star Wars) einlässt, während ihr Ehemann mit dem gemeinsamen Sohn ein Fußballspiel besucht. Als in dem Stadion eine Bombe explodiert, und bei diesem Terroranschlag sowohl Mann als auch Sohn ums Leben kommen, sieht sie ihre Existenz am Boden. Beladen mit Trauer und starken Vorwürfen sucht sie einen Weg, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Währenddessen untersucht ihr Liebhaber die Hintergründe des Attentats und kommt mysteriösen Machenschaften auf die Spur. Hatten die Behörden Informationen, die sie nicht rechtzeitig preisgaben? Je weiter er in die geheimnisvollen Machenschaften eindringt, umso gefährlicher erweisen sich seine Nachforschungen.
Blown Apart basiert auf dem Roman Lieber Osama von Chris Cleave, in welchem die Protagonistin, welche ihren Sohn bei einem Bombenattentat verlor, einen Brief an Osama Bin Laden schreibt, um damit den Tod des geliebten Sohnes zu verarbeiten.
Man sollte den Film weniger als Beitrag zum aktuellen Politgeschehen sehen als vielmehr ein Portrait einer Mutter, welche einen Verlust verarbeiten muss. Hier erlebt der Film auch seine größten Stärken, nämlich immer dann, wenn der Fokus auf die brillante Darstellerin Michelle Williams gerichtet wird. Doch auch ihr gelingt es nicht immer, die teils ein wenig banalen Dialoge des Buches mit sinnigem Leben zu füllen.
Im Bonussektor der vorliegenden DVD findet der Zuschauer lediglich einen Trailer und eine Programmshow. 
Blown Apart ist ein teils intensives und packendes Drama, welches mit seinen sehr guten Darstellern und spannenden Wendungen über die gesamte Lauflänge zu unterhalten weiß. 

CFS

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