Ein junges Ehepaar zieht in ein kleines spanisches Dorf, doch es wird von dein Einwohnern feindselig behandelt. Als nach und nach Frauen verschwinden und die Einwohner Jagd auf die junge Ehefrau machen, stellt sich heraus, dass sie jedes Jahr sieben Frauen den Templern opfern, die immer noch untot herumstreichen.
Mit dem Blutgericht komplettierte Armando de Ossorio seine Reiter Quadrologie. Das Gute vorweg, sie haben nach dem enttäuschenden dritten Teil ihre Zossen wieder beim Pfandleiher ausgelöst und reiten nun wieder, Schockemöhle sei Dank. Inhaltlich gibt es aber erneut lediglich die Templer als Konstante. Die Story wird hier an ein runtergekommenes Fischerdorf verlegt, ansonsten gibt es zu den Vorgängern keinerlei Gemeinsamkeit oder Bezug, sprich auch Neulinge kommen ohne Vorkenntnis locker zurecht.
Dieses verschlafene Nest, für das der Begriff potthäßlich pure Schmeichelei wäre, steht also angeblich seit Jahren unter der Fuchtel der bösen Templerleichen (die wir in der Anfangssequenz aber immerhin noch mal in nicht skelettierter Ausführung beim Orgien feiern und Jungfrauen-verstümmeln erleben dürfen), die alle Jahre wieder an sieben Abenden Opfergaben in Form von Jungfrauen fordern. Kurzer Einwand an dieser Stelle: warum zieht ihr nicht weg, ihr Trottel!!! Und jetzt nochmal mathematisch zusammengefaßt, den Bildern nach leben vielleicht so etwa 100 Leute in dem Drecksnest, alle 365 Tage werden 7 junge Mädchen geopfert, länger als zwei Jahre kann das auch nicht funktionieren. Oh, einer noch, in einer Totalen hab ich insgesamt 11 Templer gezählt, die auch nur nachts für eine kurze Zeitspanne operieren, findet denn keiner den Mut in der laaaangen Restzeit die Jungs mit Brandsätzen oder Sprengstoff platt zu machen? Bei manchen Filmen sollte man echt besser nicht nachdenken.
Wenn man allerdings bereit ist das alles zu schlucken entwickelt de Ossorio durchaus einen kleinen spannenden Reißer, der teilweise an den ersten Teil der Serie anknüpfen kann. Die nächtlichen Prozessionen der Dorfbewohner werden zwar im Grunde nur dreimal wiederholt und der Blutgehalt ist doch recht überschaubar, aber eine gewisse Atmosphäre kann man dem ganzen Treiben nicht absprechen. Gegen Ende wird sogar noch ein wenig Romero geripped, wenn die Untoten das Haus des Ärztepaares in bester Night of... Tradition belagern.
Die Masken sind gewohnt staubig unheimlich, die choralen Klänge begleiten jeweils die nächtlichen Auftritte, das ist eine Kombination, die mich schon seit je her ein wenig fasziniert haben. Man darf von einer kleinen spanischen Produktion natürlich nicht zuviel erwarten, aber für das begrenzte Budget ist das Ergebnis in Ordnung.
6/10