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Nach der erfolgreichen Serie erzählt nun ein Kinofilm die weiteren Erlebnisse der New Yorker Autorin Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker) und ihrer besten Freundinnen Samantha (Kim Catrall), Charlotte (Kristin Davis) und Miranda (Cynthia Nixon), die ihr stets beistehen, wenn es Probleme mit Männern oder Mode gibt. Nun wollen Carrie und ihr langjähriger Freund Big sich endlich das Ja-Wort geben. Doch ist Big nach dem langen hin und her, das das Paar bereits hinter sich hat, endlich bereit, eine feste Bindung einzugehen?

Vier Jahre ist es nun her das die Fernsehserie eingestellt wurde und das ist auch genau der Zeitpunkt, an dem der Kinofilm einsetzt. Die vier Mädels haben mittlerweile die 40 geknackt und auch mit dem berühmten Singleleben ist es bei den meisten passe´. Miranda mittlerweile mit Kind, Charlotte hat auch schon den Braten im Ofen, aber wie könnte es anders sein, im Zentrum steht Carrie und ihr Gspusi Mr. Big, die sich erst ein dickes Penthouse anschaffen und anschließend sogar das Eheversprechen geben.
Man kann dabei sicher sagen, das Östrogen im Blut dem Genuß des Films nicht schadet. Mit Sage und Schreibe 140 Minuten gönnte man den Serienfans ein echtes XXL-Schmankerl und erzählt die Geschichte nach dem Ende der sechsten Staffel weiter. Die Story ist dabei dünn wie ein Seidenkleidchen und so wirklich konnten sich die Macher auch nicht entscheiden, ob sie hier ein offenes Beziehungsdrama spinnen wollten, oder doch nur Kitsch in Hochglanzoptik.
Als nicht so großer Fan der Serie kann sich die lange Laufzeit ganz schön ziehen. Neben den Dialogen ist mindestens ein Drittel dem Aussehen gewidmet. Schuhe, Kleider und Handtaschen sind Trumpf, die Darsteller haben alle zwei Minuten ein neues Kleid am Körper und was hier an Schleichwerbung für diverse Artikel gemacht wird, verdient eigentlich im Bild rechts oben das Insert Dauerwerbesendung.
Neben dem öden Manolo und Prada Getue spielen sich allerdings immer noch die pointierten Dialoge ab. Man tauscht sowohl Tratsch als auch Frivolitäten aus und ist sogar stellenweise sogar wirklich amüsant. Das gibt für mich dem Film einen gewissen Pfiff, aber ansonsten ist der Handlungsablauf klar vorgezeichnet. Das Happy End nach vorübergehender Trennung hat sicher keeeeiin Mensch geahnt.
Für mich bleibt Sex and the City die Cinema Edition nach wie vor ein klarer Frauenfilm, aber zumindest einer der erträglichen Sorte. Wer das nicht abkann, hat ja alternativ die Möglichkeit, zwei Fernseher vorausgetzt, sich in der Zeit, wenn die Holde sich die DVD einwirft, ein Fußballspiel inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen anzuschauen, dauert dann in etwa gleich lang.
5/10

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