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Ken Harrison (Richard Dreyfuss) hat ein prima Leben, da er sowohl Spaß und Erfolg im Beruf als auch in der Liebe hat. Sein unheimliches Glück wird aber eines Tages unversehens gestoppt, da er mitsamt seinem Auto unter einen Laster kommt. Bei diesem Unfall geht so ziemlich alles in seinem Körper zu Bruch, was man gebrauchen könnte, weshalb Harrison jetzt querschnittsgelähmt ist. Zu allem Überfluss hängt sein Leben auch davon ab, ob er im Krankenhaus bleibt oder nicht. Während das Krankenhaus in gerne da behalten würde, sieht er jedoch keinen Sinn mehr in seinem Leben und will lieber frei gelassen werden. Um das zu erreichen, muss er das Krankenhaus aber erstmal verklagen.

Im Film kommt auf jeden Fall eine solide Krankenhausatmosphäre auf, denn viel mehr Schauplätze gibt es praktisch nicht. Doch eine authentische Krankenhausatmosphäre macht noch lange keinen guten Film aus. Ganz im Gegenteil ist der Mangel an Schauplätzen nicht förderlich für die Unterhaltung und läuft parallel zu der wenig unterhaltsamen Geschichte an sich. Diese ist viel zu sehr auf den Protagonisten eingefahren; die Problematik wird vielleicht nicht gleich von Anfang an plakativ abgespult, doch später verliert der Film sich immer stärker im hin und her zwischen Leben und Sterben.

Die verschiedenen Weibsbilder auf der Station (und Harrisons Frau auch) sind aber wenigsten gelungene Ansätze, dem Film mehr Abwechslung einzuhauchen. Harrison flirtet, was das Zeug hält, und verleiht seinem Charakter so mehr Tiefe. Überhaupt erscheinen die Dialoge durchaus tiefsinnig, wenn auch undynamisch. Die Darsteller sind im Groben zufrieden stellend; es hat mich aber auch keine Performance sonderlich beeindruckt. Die Rollen sind dafür auch zu platt oder unspannend geschrieben. Selbst Dreyfuss, der den Protagonisten mimt, verfehlt das Ziel, wahre Brisanz aufkommen zu lassen (außer vielleicht in seinem Monolog beim Gericht).

Ansonsten wird der Film für meinen Geschmack zu nüchtern präsentiert: Die Szenerie kommt mit ihrer Sterilität vielleicht noch als Metapher daher, der Score kann seine Charakterlosigkeit aber nicht durch ein derartiges Argument rechtfertigen.
"Ist das nicht mein Leben" vermag vielleicht am Ende zu bewegen und die Darsteller sind durchaus solide, der Geschichte fehlt es aber eindeutig an Pepp; gerade am Ende wirkt sie planlos mit plumpen Ideen angereichert und langweilt eher. Unter Umständen aber trotzdem ein sehenswertes Krankendrama.

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