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Ich würde eventuell einen Punkt mehr für die TV-Produktion springen lassen, wäre da nicht die unfassbare und absolut ungerechtfertigte Überlange. Der dramaturgisch schwache und verblüffend innovationsresistente Film wäre aber auch in strafferer Form nicht viel aufregender. Im malerischen Fischerstädtchen, das Amity Island keine Konkurrenz machen kann, kommt es nämlich vor allem zu viel Seifenoper. Die Haie tauchen zwar sehr häufig auf, doch sie sind wieder nur alle computeranimiert und ziehen ihre Opfer blitzschnell unter Wasser, das sich dann ein wenig rot färbt. Ein bisschen hysterisches Rumgeplansche und das war es dann also. Nach den meisten verschwundenen Personen wird komischerweise nicht einmal gesucht. Eine ökologische Moral gibt es natürlich auch, doch die ist so alt wie das Tierhorrorgenre selbst. Mir tun vor allem Daryl Hannah und Armand Assante leid: Vor nur wenigen Jahren waren sie noch dick im Geschäft.