Heute war ich eigentlich ziemlich fertig und wollte nur irgendeinen Film ausleihen. Und dann war ich doch etwas enttäuscht, weil es nur noch diesen Kinderfilm mit Brendan Fraser gab. Aber - am Schalter erfuhr ich, dass es zu dem Film auch eine 3D-Brille gibt! Das hatte ich gar nicht gewusst und es hat mich gleich wieder aufgemuntert. Ich hab mich mächtig auf den Film gefreut und entsprechend positiv habe ich ihn denn auch aufgenommen.
Wer mein Review über Monsters vs. Aliens 3D gelesen hat, weiß, dass ich auf 3D zwar abfahre, aber die entsprechende Technik bisher für verbesserungswürdig halte. Das gilt auch für die (in diesem Fall grün-rote) Farb-Brille - es funktioniert nicht. Klar, man sieht was in 3D, und der Film ist trotzdem noch in "Farbe", aber die Schattenbilder sind sehr stark, die Auflösung geht insgesamt runter, Details verschwimmen. Es geht auch ohne: dieser Film kommt auf zwei CDs, einmal mit, einmal ohne 3D. Nach einer halben Stunde habe ich mal zu der 2D-Version gewechselt, aber dann erschien er mir recht langweilig und flach. Also doch wieder die Papp-Brille auf und wenigstens die 3D-Welten genießen.
Jules Verne ist natürlich was für Nerds und Movie-Freaks wie mich. Aber es ist auch etwas, was ich eher als Kind gelesen habe. Einen ernsthaften, physikalisch einwandfreien Film kann man nicht erwarten. Eher etwas zum Schwärmen und zum Träumen, eine faszinierende Abenteuer-Geschichte an Schauplätzen, so nah und doch ungesehen. Was mich begeistert hat, war der Aufbau der Geschichte: nämlich dass er 1. in der heutigen Zeit spielt, mit einem Vulkan-Wissenschaftler, einer Bergführerin, und einem Jungen mit PSP und Handy. 2. das Buch selbst im Film zeigen, welches die drei mit sich rumschleppen und immer wieder konsultieren. Und 3., dass die märchenhafte Story trotzdem recht nahe am Original bleibt.
Was sich sonst so alles unter der Erde abspielt, kann sich sehen lassen. Der Visual Effects Spezialist aus Signs, Peter Pan, The Village und vielen anderen, Eric Brevig, führt diesmal Regie. Das Screenplay wurde mitgestaltet von Mark Levin (Little Manhattan), ist ansonsten aber seichte Familienkost. Brendan Fraser gefiel mir diesmal wieder besser (nachdem er in Mumie 3 und Inkheart den Deppen geben musste).
Ich fands spannend gemacht und gut erzählt. Sicherlich ein Film für Kinder, jung-gebliebene Entdecker, und 3D-Enthusiasten. Aber ich hatte ein gutes Gefühl hinterher. Keine Frage, der nächste 3D-Film wird wieder geguckt!