Review

Prinz Kaspian von Narnia ist für mich eine der größten Enttäuschungen des Kinojahres 2008. Mit dem ersten Teil hat man das Fantasy Genre sicherlich nicht neu erfunden, aber waren die mehr als zwei Stunden Filmlänge wenigstens erträglich. (Nicht zuletzt durch die annehmbare Darbietung von Tilda Swinton als Weiße Hexe!) 
Jede Hoffnung auf eine, der Romanvorlage gerechten, Fortsetzung wurde bereits in den ersten Szenen zunichte gemacht. War der Zugang, noch im ersten Teil, nur durch den geheimnisvollen Weg im Kleiderschrank möglich, wird man im Sequel gleich von der U-Bahn Station ins ferne Narnia gebeamt um Zeit zu sparen.

In der wunderschön generierten Welt von Narnia ist mittlerweile alles anders geworden. Es herrscht Krieg und alle Narnianen leben verstreut in den Wäldern. Jetzt sollen die vier minderjährigen "Könige der alten Zeit" die Übriggebliebenen (von denen die Telemarer glauben, dass sie gar nicht existieren) in die Schlacht gegen die menschliche Streitmacht führen, weil keiner weiß wie´s geht. (Wir sprechen immer noch von einem Kinderfilm!)

Prinz Kaspian scheint der einzig vernünftige Mensch vor Ort zu sein. Leider würde Onkel Miraz lieber seinen neugeborenen Sohn auf dem Thron sehen und trachtet dem Prinzen, dem rechtmäßigen Thronfolger, vortan nach dem Leben. Später scheint dies doch nicht mehr so wichtig und er krönt er sich kurzer Hand selbst zum König. (AN-DIE-STIRN-KLATSCH!)

Währenddessen lebt Alt-König Aslan (mit der Gewalt über Erde und Wasser) lieber allein in den Wäldern und läßt seine ehemaligen Untertanen bei dem Versuch die Festung einzunehmen reihenweise verrecken. (Toller Held!)
Nach jeder Menge Gemetzel wendet sich am Ende trotzdem alles zum Guten und unsere vier siegreichen Helden ziehen es vor, in eine Welt zurückzugehen, die sich mitten im 2.Weltkrieg befindet. (Gute Wahl!)
Warum aber hielt sich Aslan so lange bedeckt und warum zum Teufel spricht Prinz Kaspian in der deutschen Synchro mit Dialekt? Fragen, die in der scheinbar unendlichen Spielzeit nicht beantwortet werden.

Die an den Haaren herbeigezogene Pseudo-Handlung erzählt weder die Geschichte des ersten Teils weiter, noch schafft sie es die 200 Mio. Dollar teuren special (d)effects mit einander zu verbinden. Man findet zahllose Elemente aus anderen Filmen und bringt nichts wirklich Neues. Alle Darsteller pendeln zwischen grottenschlecht und unterirdisch. Besonders die Wandlung von Lord Sopespian vom Kritiker zum Mörder ist absolut lächerlich. Insgesamt ist dieser Film ausgesprochener Fantasy-Müll und gehört auch auf den Selbigen.
Bitte keinen Teil 3!!!!!!!!!!!!

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