Nach einem Selbstmordversuch wird die junge Lily in die psychiatrische Klinik des leicht übergeschnappten Dr. Gianetti eingeliefert. Ihr Bruder Jack sieht keine andere Möglichkeit ihr zu helfen, als sich selbst einweisen zu lassen, um gemeinsam mit Lily wieder aus der Anstalt zu türmen. Die unkoscheren Experimente Gianettis machen dem improvisierten Fluchtversuch leider einen Strich durch die Rechnung, denn der Arzt missbraucht seine Patienten regelmäßig als Versuchskaninchen für eine von ihm selbst entwickelte Droge namens "Orpheum", die einige ziemlich üble Nebenwirkungen aufweist: So werden die Probanden nicht nur beknackter, als sie es eh schon sind, sondern darüber hinaus auch noch zu Kannibalen, die im Blutrausch übereinander herfallen und selbst vor den eigenen Gedärmen nicht halt machen! Ein Kurzschluss im System sorgt dafür, dass die Zellenverriegelungen im Hochsicherheitstrakt gelöst werden und die geisteskranken Gewaltverbrecher nun auch noch die Flure und Korridore der Klapse unsicher machen. Jack und Lily stecken bald schon mitten im tiefsten Schlamassel... Regisseur und Drehbuchautor Jeff Buhler, der bis dato eigentlich nur als Schreiberling der missglückten Clive Barker-Adaption "The Midnigt Meat Train" auf sich aufmerksam gemacht hat, hat mit seinem "Insanitarium" offenbar den Versuch unternommen, das in letzter Zeit ein wenig brach liegende Genre der Irrenanstalt-Thriller zu revitalisieren, scheitert mit diesem Vorhaben allerdings nach Maß, denn sein Streifen geht echt auf keine Kuhhaut. In Ermangelung eigener Ideen wurden hier lediglich die Versatzstücke anderer Hospital-Horrorfilmchen mit ein paar unmotivierten Mad-Scientist- und Zombie-light-Motiven zusammengepanscht, bis letztendlich eine echt ungenießbare Plörre dabei herausgekommen ist. Gibt sich "Insanitarium" zu Beginn noch als relativ bodenständiger, wenn auch aufgrund von Buhlers lausigem Inszenierungs-Stil und der holprigen Montage echt nervtötender Thriller, macht das Ganze etwa zur Halbzeitmarke eine krasse Kurskorrektur durch und mutiert pünktlich mit dem ersten wirklich harten Splatter-Effekt (lieber arm dran als Arm ab) zur debil-blöden "28 Days Later"-Variante. Ab da regiert dann wirklich nur noch König Kunstblut und ob nun Kannibalen, Zombies oder irgendwelche Infizierte im Gekröse rumwaten, ist ja auch vollkommen scheissegal. Einige inhaltliche Anleihen an bessere Streifen wie etwa einen "Parasiten-Mörder", dem da zum Schluss auch mit einem identischen Rausschmeißer recht heftig hofiert wird, empfindet man da nur noch als unpassend und peinlich, zumal sich das alles ja durch die Bank auf einem niedrigeren intellektuellen Niveau abspielt und man deshalb eigentlich keine Vergleiche zwischen "Insanitarium" und den Werken von David Cronenberg anstellen möchte. Peter Stormare, der da den Dr. Gianetti gibt, passt seine Performance da flugs den allgemeinen Umständen an und chargiert derart wild in der Gegend rum, dass die Balken krachen... und fängt damit ein wenig Jesse Metcalfe und Kiele Sanchez auf, die als Geschwister-Paar da über die gesamte Laufzeit recht blass bleiben und auch nie echte Sympathien für ihre Figuren wecken können. Abey hey, wie schlecht kann man Schauspieler eigentlich führen, bis es einen als Zuschauer in der Leisten-Gegend sticht...? Fazit: Splatteriger Blödsinn aus der Mülltonne hinter der Videothek, der schon lange ge- und vergessen ist...
2/10