Ethnisch-gemischtes Damenquartett (und später auch Quintett) zieht nach einer Gruppenvergewaltigung die Notbremse, um fortan die Selbstjustiz walten zu lassen. Karate, Schießen, voller Körpereinsatz: Nach dem Rachefeldzug entdecken die Frauen jedoch, dass sich das Geld sehr leicht mit Überfällen eintreiben lässt...
Obwohl der Bekanntheitsgrad nicht allzu hoch ist, kann man "Black Alley Cats" definitiv als einen der echte Klassiker im Rape´n Revenge-Bereich bezeichnen. Der ursprünglich dänische Regisseur Henning Schellerup legte einen wilden Mix aus Grindhouse-Reißer und Softporno hin, bei der die politische Korrektheit als erstes das Weite sucht. Werden nicht irgendwelche Reichenpartys mit der Knarre gecrasht oder korrupten Politschweinen das Geld aus den Taschen gezogen, so wird munter drauf losgevögelt, gefummelt und das Wohnzimmer zum Swingerclub gemacht.
Dabei wartet die Film mit souveränen Unterhaltungswerten auf, was in dieser Sparte nicht immer selbstverständlich ist. Das knappe Budget wird mit allerhand Schauwerten wieder wettgemacht, wobei selbst die hauchdünne Handlung nicht weiter ins Gewicht fällt. Während andere derartige Streifen mit jeder Minute Zeit kämpfen, geht hier alles wenig schwerfällig voran.
Regisseur Henning Schellerup blieb auch danach noch dem Blaxploitation-Kino treu, um mit "The Black Bunch" und "Sweet Jesus, Preacherman" zwei weitere Werke des unterschlagenen Filmes vorzulegen, wobei die Qualitätseinbrüche nicht von der Hand zu weisen sind. Danach landete der Mann wohl im psychotronischen Bibelkino und nur der Herr alleine weiß, was ihn zu diesem Stilwechsel bewogen hat. Darstellerinnen wie Sandra Dempsey und natürlich Uschi Digard sind im Grindhouse-Genre schon damals feste Größen gewesen.
Fazit: Wer mit preiswertem wie politisch inkorrektem Rachekino vom Kaliber "The Black Gestapo", "Ausbruch zur Hölle" und mit Abstrichen auch "Thriller: A Cruel Picture" etwas anfangen kann, der kommt um "The Black Alley Cats" nicht umhin. Klare Empfehlung!