Handlung:
Ein Mann lebt einsam mit ein paar Tieren auf einer Farm. Er verliebt sich in sein Schwein und sie wirft ihm drei Kinder. Der Versuch die Kinder menschlich zu Erziehen scheitert und er töten die Ferkel. Die Mutter sieht das und stürzt sich in den Tod. Er beerdigt sie und Versucht sich mit ihr zu begraben. Als das scheitert kehrt er zurück auf die Farm, verliert jede Menschlichkeit und erhängt sich an einer Leiter.
Umsetzung:
Vorweg, ich wusste auf was ich mich Einlasse. Ein Schwarzweißfilm in den Kein Wort gesprochen wird und einer eigenartige Handlung hat. Mir gefiel schon Begotten. Welchen man aber nicht Vergleichen kann. Begotten scheint wohl aus einem Nahtoderlebnis entstanden zu sein, dieser Film hat hier eine "nachvollziehbarere" Handlung. Aber egal Falscher Film. Ich werde hier mal Versuchen ein paar Szenen zu beschreiben und wie ich die auffasse. Spoilern sollte den Film nichts ausmachen, da das Ende ohnehin schon auf der Beschreibung steht.
Okay DVD eingelegt erstmal Sprache wählen. Für was eigentlich? Die einzige Person die in diesen Film vorkommt ist der Farmer und der redet den ganzen Film über nicht. Man hört ein paar Hühner gackern wofür ich keine Übersetzung brauche.
Der Vorspann geht los, Vögel zwitschern. Die Erste Szene direkt auf der Farm. Der Farmer nimmt sich 2 Tauben und Versucht ihnen Puppenköpfe aufzusetzten. Das misslingt ihm und er lässt sie fliegen. Die Puppenköpfe sind wohl das einzig menschenähnliche in diesen Film, und sollen wohl die Einsamkeit des Farmers darstellen. Nette Idee dachte ich mir und war gespannt auf die nächsten 80 Minuten. Jetzt scheint aber der Film mit sich selbst zu kämpfen und es wird etwas verwirrend. Ständig tauchen Szenen auf wie Hühner dumm durch die Gegend laufen (ich komme von Land und hab in meinem Leben nie so viele Hühner gesehen wie in den 80 Minuten laufzeit) und anderes wirres Zeug. Manchmal sieht man ihn beim Nachgehen allerlei menschlicher Bedürfnisse. Dabei wird die Liebesgeschichte zwischen den Farmer und seinen Schwein angedeutet. Wie sie sich langsam annähern und Kinder zeugen. Die berüchtigte Szene woher der Film seinen alternativen Namen "The Pig Fucking Movie" hat ist zwar explizit, aber weit davon Entfernt sinnlos provokant zu wirken. Es bleibt bei künstlerischen Bildern! Danach weitere wirre Szenen und man konnte endlich wieder Hühner sehen die auf den Boden picken. Ich machte Pause holte mir schnell was aus dem Kühlschrank ahnte aber nicht das die Geburt der 3 Ferkel so ausführlich wird. Wohl ein Fehler. Egal jedenfalls sind die Ferkel bei ihrer Mutter und der Farmer fängt das erste mal an Menschliches Verhalten an den Tag zu legen. Er lässt Drachen steigen und fängt an zu Stricken. Was wohl Elterliche Aktivitäten darstellen soll. Er tut dies jedoch alleine, die Ferkel sind bei der Mutter. Er nimmt die Ferkel der Mutter daraufhin weg und versucht sie menschlich zu erziehen indem er ihnen Tischmanieren beibringen will. Ich glaub dazwischen kann man endlich wieder Hühner sehen, weiß ich nichtmehr so genau hab es verdrängt. Jedenfalls zeigen die Ferkel kein Interesse an menschlichen Verhalten also tötet sie der Farmer indem er sie an Stricken aufhängt. Danach wäscht er sich. Die Mutter sieht daraufhin ihre toten Kinder und stürzt sich in den Tod. Der Farmer macht eine seltsames Bestattungsritual, indem er das tote Schwein auf eine Leiter bindet und sich ein paar Hühner dazuholt die er zwingt an der Bestattung teilzunehmen! Er zieht diese Leiter munter durch die Gegend und versucht sich anschließend mit seinem Schwein gemeinsam zu begraben. Das jedoch gelingt ihm nicht. Er steht wieder auf und geht zurück auf die Farm wo er jegliches menschliches Verhalten verliert. (Sollten jetzt wieder Hühner blöd in die Kamera schauen werde ich das auch) Er vegetiert dort eine Zeitlang und Erhängt sich anschließend an einer Leiter. In dieser Szene jedoch hört man die Vögel wieder zwitschern.
Fazit:
Aus dem Film hätte viel werden können. Natürlich hat er der Machart entsprechend viele Längen, aber das lässt sich schwer vermeiden. Man muss auch etwas in der Stimmung zu sein um ihn zu sehen. Das man ihn nicht auf einen DVD Abend mit Kumpels mitbringen sollte, war wohl im Vornherein klar! Der Film beschreibt schön die Einsamkeit und zieht Werte wie Liebe oder Familie aufs groteskeste in den Dreck. Diesen Gedanken nachzugehen führt automatisch dazu über seine eigene Menschlichkeit Nachzudenken. Und daraufhin spielt wohl der Film ab. Wer sich jedoch von diesem Film verstanden fühlt sollte einen Psychiater Aufsuchen. Insgesamt schafft der Film jedoch immer auf einer künstlerischen Schiene zu bleiben aber man hätte wirklich mehr daraus machen können.
6/10