Ihr Leben ist abenteuerlich, wild und leidenschaftlich. Auf den Brettern, die ihre Welt bedeuten, surfen sie gegen die gewaltige Brandung des pazifischen Ozeans vor der kalifornischen Küste. Ihren jugendlichen Optimismus kann nichts erschüttern, auch nicht die Nachricht vom Tod eines Freundes, der beim Surfen ums Leben kam. Doch die Realität holt sie ein. Matt wird Vater, zu früh, als das er diese Rolle ausfüllen könnte. Jack muß in den Vietnamkrieg. Nach Jahren treffen sie sich wieder. Erwachsene, die ihre jugendliche Unbefangenheit eingebüßt haben, nicht aber ihre Freundschaft. Und die wird zum ersten Mal auf eine Zerreißprobe gestellt, als sie noch einmal den Kampf mit den Wellen aufnehmen.
Bei Big Wednesday hatte ich nach den zwei Stunden Laufzeit echte Probleme den Plot zu beschreiben. Der Film vergeht dabei für ein Drama recht flockig und klar zentraler Punkt ist die Freundschaft dreier Männer über den Lauf vieler Jahre. Wir steigen ein in die unbeschwerten Tag Anfang der 60er als die Welt noch in Ordnung ist saufen, surfen und Weiber sind die wichtigsten Lebensinhalte, die Jugendjahre eben.
Diese sind spätestens seit Ausbruch des Vietnamkrieges vorbei. Während zwei sich auf kuriose Weise vor dem Dienst bei der Musterung drücken können (comedy pur), trifft Jack der Einberufungshammer. Als er nach langer Zeit wieder nach Hause kommt, sieht die Welt ganz anders aus, die Unbeschwertheit ist futsch. Nur einmal, am bewußten Big Wednesday, können sie sich noch zusammen aufraffen, um als alte Säcke den Kids nochmal richtig zu beweisen, wie man elegant surft.
John Milius läßt die Sache dabei recht ruhig angehen. Es gibt zwei größere Schlägereien und ein paar nette Surf Bilder zu bewundern, ansonsten spielt sich das Drama recht dialoglastig. Die Darsteller sind bei guter Laune und ich staune immer noch was Gary Busey vor Jahren für ein durchtrainierter Kerl war. Wer ein Händchen für solide Charakterstudien hat, ist bei Big Wednesday sicher nicht verkehrt aufgehoben, ist jetzt sicher kein Actioner wie gefährliche Brandung oder Trash wie Surf Nazis must die, aber eine solides Drama.
6,5/10