Review

Um ganz ehrlich zu sein :
Beim ersten Mal als ich mir "Ichi - the Killer" angeseh'n hab, war ich fast schon enttäuscht.

Ich hatte ihn mir viel brutaler, kranker und wahnsinniger vorgestellt, diesen hochgelobten Reisser aus Japan.

Es verging einige Zeit und ich riskierte erneut einen Blick.
Die Charaktere waren mir noch bekannt, der optische Höllentrip entwirrte sich und in meinem Kopf war kein solches Durcheinander mehr, wie beim ersten mal.

Ich hatte ihn plötzlich sehr lieb gewonnen.

...den masochistischen Kakihara, der aber auch genau weiß, wie er seine Gegner zu foltern hat.
...die sadistischen Zwillinge, die testen wollen, ob man einem Menschen "einfach so" einen Arm ausreißen kann
...und natürlich den schüchternen, ängstlichen Ichi mit seinen Rasiermesser-Schuhen

.... muss man sie nicht einfach lieben ?!

Die Charaktere sind alle erstens 1a besetzt und haben zweitens absoluten Kult-Charakter.

Der Film besticht darüber hinaus durch eine comic-haft überzeichnete Optik, fabelhaften Kulissen und Sets und natürlich viel Gewalt,
wobei die Effekte zwischen sehr gut (z.B. zwei sehr blutigen Kehlenschnitten, bei denen das Blut fontänenartig herausschießt) und total grottig (z.B. die Zweiteilung des "Bosses", die mittels sehr schlechten Computer-Effekten gemacht worden ist) schwanken.
Wer also auf einen reinen Gewalt-Streifen hofft wird enttäuscht sein ...
... da die eigenen Vorstellungen immer kränker sind als die Umsetzungen anderer .... also wie bei jedem Film: keine zu hohen Erwartungen haben!

Fazit:
Saucoole Charaktere in wirrer Optik und geilen Bildern. Schon jetzt ein Kultfilm.

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